Magisterarbeitsvorbereitungen

Noch eine Woche, dann ist mein Praktikum rum und so langsam beginne ich wieder, mir Gedanken über meine Magisterarbeit zu machen. Thema und Titel habe ich für’s erste sehr langweilig klingend folgendermaßen festgelegt: „Gründe für den Erfolg des Fantasygenres in Deutschland in den letzten Jahren.“

Zuallerst werde ich dafür noch ein paar Romane lesen müssen, weil ich es nicht wie diverse Journalisten halten und über Dinge schreiben möche, die ich nicht kenne. Selbst wenn es um den Inhalt in diesem Fall eigentlich weniger geht. Ein Menge wichtiger Dinge habe ich schon gelesen, wie Herr der Ringe und Harry Potter z.B., aber der ein oder andere Meilenstein-Roman fehlt mir noch. Wobei sich der Meilenstein hier rein auf die Verkaufszahlen bezieht und nicht auf die Qualität.
Im Moment überlegen ich, welche diese fehlenden Romane sind.

Tintenblut und Tintentod werde ich so oder so auf jeden Fall noch lesen wollen. Tintenherz hat mir ja recht gut gefallen.

Ein paar Völkerfantasy-Titel werde ich noch lesen müssen. Die Orks, womit die Sache ja anscheinend begonnen hat. Die Zwerge, weil das so unglaublich erfolgreich war. Und die Elfen aus dem selben Grund. Vor allem Zwerge sind eigentlich nicht mein DIng, aber an Spannung wird es den Großteil sonstiger Unilektüre wahrscheinlich trotzdem übertreffen.

Vielleicht sollte ich mir auch noch eines von den Büchern antun, die im Moment auf der Twilight-Welle schwimmen. Da gibt es ja eine Menge und einiges davon steht sogar auf den Bestsellerlisten.

Soweit, sogut …

12 Gedanken zu „Magisterarbeitsvorbereitungen

  1. Interessant unter dem Titel könnte ich auch eine sozialkonstruktivistische/soziologische Arbeit schreiben.

    Allerdings ist das ja nicht deine Richtung, worum wirds da also im Detail gehen?

    • Um Zusammenhänge zwischen Verfilmung und Verkaufszahlen des Buches z.B.
      Und um All-Age-Fantasy. Und die Tatsache, dass immer mehr Jugendbücher auf den Bestsellerlisten auftauchen, was sie normal nicht tun, weil sie schlicht rausgelassen werden. Und halt allgemeine Dinge zur Zielgruppe.
      Und ich werd auch viel einfach zum Ablauf des Fantasy-Booms schreiben, so ab der HdR-Verfilmung und Harry Potter, weil da ja noch sonst kaum wer was drüber geschrieben hat und man ja irgendwie wissen sollte, worauf man sich bezieht.

  2. Wenn du die Twilight-Welle mitnehmen möchtest solltest du die „Undead in Dixie“-Reihe von Charlaine Harris mitnehmen (In Deutsch bei F&S bzw. DTV erschienen als „Die Sookie Stackhaus-Reihe“), da im prinzip damit die „Supernatural Romance“-Welle angefangen hat, auch in D-Land.

    • Stimmt, Charlaine Harris is ne gute Idee.

      Ich hab ja irgendwie das Gefühl, hier in D-Land nennt man das nicht „Supernatural Romance“, sondern „Romantasy“, was ziemlich grausig klingt.

      • Zumal es dazu mitterweile auch schon die zweite Staffel einer Fernsehserie gibt, die bei den Amis richtig gute Zahlen schreibt…

      • Mein Güte, das Wort habe ich noch nie gehört. Dabei sollte ausgerechnet ich es wohl wirklich kennen.

        Manchmal hat man doch den Eindruck, dass, nachdem jahrzehntelang Fantasyhelden gänzlich genitalienlos durch die Welt gezogen sind und das andere Geschlecht nur vom Weggucken zwischen zwei Orkschlachten kannten, das jetzt alles mit einem Schlag nachgeholt werden muss.

        Muss man die Literatur jetzt neu einteilen? (Ich hoffe nicht. Literatureinteilungen sind meistens falsch und immer ärgerlich.)

        Fantasy- Subgattungen
        a) geschlechtsloser asketischer Held (vermutlich mit Prophezeiung)
        b) Handlung mit nebenher laufender Liebesgeschichte
        c) Munteres Massenkopulieren mit notdürftig unterlegter Fantasy-Handlung.

        Bei c) habe ich manchmal das Gefühl, dass hier die Literatur-Gattung, die mein greiser Vater einst verschämt verbrämt „französischer Roman“ nannte, durchs Hintertürchen neu legitimiert wird. Nach dem Motto: natürlich lesen wir kein Porno – aber wir lesen Fantasy, und da wird man von der Macht der Magie einfach mal überrollt und tut dann Dinge, die man eigentlich so nicht…

        So ein Vampir bietet doch ein ganz wunderbares Ausredepotential. :-))

  3. Ja und, Ju?
    Letzteres hat ja wohl auch in der Fantasy schon lange, lange Tradition. Siehe Conan.
    Natürlich ist das heute eher putzig als erotisch, aber zum Zeitpunkt des Erscheinens war’s wohl recht skandalös.
    Also SO neu legitimiert wird das nun auch wieder nicht.
    auch nicht, was Vampire angeht.
    Da war Mrs. Rice schon nicht gerade zimperlich – aber letztendlich war das auch Stokers Dracula ja schon nicht.
    Vom Cimmerier aber können die spitzzähne alle noch was lernen. *g*

    Und seit Howard ist da nie wirklich eine Lücke gewesen, wenn man an den richtigen Stellen geschaut hat. Die androgyne Fantasy war nie die einzige. (wie man nebenher auch schön an dem endlos-Subgenre „Die Halbschwester des Cousins der Putzfrau vom Highlander“ (starring Ewan McKenzie Mac Donohue und Lady Amalia Blackthorntonthon) sieht.

    @ Andrea:
    Vergiss nicht Walter Moers und seine Zamonien-Fantasy. Immerhin auch Bestseller. UND qualitativ gut.

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