Die Elfen

Es hat ziemlich lange gedauert, aber nun ist es vollbracht. Ich habe die Elfen fertig gelesen.

Gegen Ende ist es eine zeitlang sogar richtig gut. Ich hab endlich anfangen, den menschlichen Hauptcharakter zu mögen, der in der zweiten Hälfte des Buches weniger Zeit zum Saufen hat, sich deshalb weniger dämlich anstellt, dafür aber ein paar coole Aktionen bringt.
Auch seine beiden Begleitelfen werden recht interessant. Da ist dieser Konflikt zwischen einem der beiden und einem Troll, der in einem früheren Leben die Geliebte des Elfen getötet hat, und den der nun in jedem neuen Leben umbringt – bis sie plötzlich auf der selben Seite kämpfen müssen.

Dann allerdings passiert es, dass man denkt, es wäre zu Ende, weil es gerade gut ist und das doch eigentlich ein guter Zeitpunkt für diesen elendig langen Roman wäre, endlich mal zu enden … aber dann gibt es doch noch einen Twist, und alles zieht sich noch mal ein bisschen.

Und zuletzt gibt es eine Sache, die ich ganz subjektiv schlicht und ergreifend nicht mag. Es ist nämlich so:
Die Elfenkönigin hat sich den ganzen Roman über verdammt zickig verhalten. Sie hat Befehle gegeben, die man nicht nachvollziehen konnte, hat wichtige Informationen verschwiegen und hat dann Leute bestraft, wenn sie die unsinnigen Befehle aus verständlichen Gründen nicht befolgt haben. („Gib mir dein Kind, damit ich es töten kann“, ist nicht unbedingt eine Aufforderung, der man nachkommt, ohne zu verstehen warum genau das absolut wichtig ist für den Fortbestand aller Elfen.)
Und dann, nachdem eine Menge ekliger Dinge geschehen sind, sehr viele Leute gestorben sind und die menschliche Welt nun mehr oder weniger von religiösen Wahnsinnigen regiert wird, kommt sie an und sagt: „Ich habe die Zukunft gesehen und musste mich so verhalten, damit alles so passiert, wie es bestimmt war.“
Und alle halten sie für weise und danken ihr für die kleinen Krumen Wiedergutmachung, die sie ihnen hinwirft.

Ich weiß, sowas gibt es öfter in Fantasyromanen und bestimmt gibt es auch Leute, die das mögen, aber mir gefällt die Idee von dem unabwendbaren Schicksal nicht, das man erfüllen muss, egal wie scheiße es ist, und das man auch ohne Zögern, Hinterfragen oder sonstwas erfüllt, als wäre das irgendwie was Tolles.

Abschließend lässt sich sagen, dass ich das Buch wahrscheinlich gar nicht so schlecht gefunden hätte, wenn es ungefähr halb so lang gewesen wäre. So allerdings zieht es sich ziemlich und hat eine Menge langweiliger Stellen.

Nun brauche ich erstmal eine Pause und lese „The Magicians“, dann werde ich wohl mogeln und so tun, als würde ich wieder arbeiten, indem ich „Die Werwölfe“ lese (Was aber nicht wirklich Arbeit ist), und dann wage ich mich mal an die Zwerge.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s