Steampunk!

Bei Feder & Schwert ist unter dem Steampunk-Label ein Roman erschienen, der vor allem aufgrund eines Elements lesenswert ist: ein dampfbetriebener Lochkartencomputer.
OK, außerdem fliegen Leute mithife von Metallflügeln durch die Gegend, Dinge werden in die Luft gejagt, und die Stadt, in der das ganze spielt, hat ein recht interessantes Kastensystem. Aber der Computer ist wirklich das Coolste an der Sache.

Irgendwo gibt es darin auch noch eine Handlung und Charaktere, die wirken aber im Vergleich zum Hintergrund deutlich weniger überwältigend. Das Buch ist also vor allem was für Steampunk-Fans. Hier der Klappentext:

Taya schwebt auf metallenen Schwingen über Ondinium. Sie ist eine Ikarierin – eine Kurierin, die sich frei in allen Sektoren der Stadt bewegen und ungehindert mit all ihren Kasten Umgang haben darf. Doch selbst sie kann dem Netz aus Terrorismus, Mord und Intrigen nicht entrinnen, in das sie sich nach einer kühnen Luftrettungsaktion verstrickt. Taya bekommt es mit den Brüdern Forlore zu tun, Sprößlingen einer Oberschichtfamilie: dem gutaussehenden, brillanten Alister, der im Regierungsrat sitzt und Programme für die große Maschine schreibt und dem linkischen, aber scharfzüngigen Cristof, der seiner Kaste den Rücken gekehrt hat und im ärmsten Viertel Ondiniums Chronometer repariert. Beide hüten gefährliche Geheimnisse in dieser Stadt mit dem mechanischen Herzen …

Bei Amazon ist das Buch anscheinend noch nicht zu haben, aber auf der F&S Website.

4 Gedanken zu „Steampunk!

  1. Hm.
    Der Dampfbetriebene Lochkartencomputer ist immerhin das namengebende Element des ersten Steampunk-romanes überhaupt: „Die Differenzmaschine“ (bzw. The Analytical Engine) von William Gibson und Bruce Sterling.

    Basierend auf der theoretischen Entwicklung von Charles Babbage, der einen – dampfgetriebenen Lochkartencomputer (Lochkarten wurden damals tatsächlich zur Programmierung von Webstühlen verwendet) erfunden hatte. Die berühmte und keineswegs fiktionale Ada Lovelace, Tochter von Lord Byron (siehe Chris Hardebuschs Artikel zum Ada Lovelace-Day) hat damals erste steuerprogramme für das ding geschrieben und kommt in Gibson/Sterlings Roman auch vor.

    Dieser computer ist also Ursprung und Herz der Idee des Steampunk überhaupt. Was ihn natürlich nicht weniger cool macht – aber innerhalb des Genres der ältest denkbare Hut.

    Aber wenn man Steampunk schreiben will, sollte man die Differenzmaschine zumindest mal gelesen haben.

    Hab ich vor einigen Monaten mal verlinkt. Guckst du:
    http://www.achronos.de/tom/?p=774

    Trotz allem natürlich – sieht nach einem Lesetipp aus. Danke.

  2. Das Buch ist nicht nur was für Fans 😉 Auf jeden Fall hat es mich dazu gebracht, mich stark mit dem (für mich so gut wie neuem) Genre auseinander zu setzen.
    „Die Differenzmaschine“ mag ein Klassiker sein, ist aber kaum noch zu bekommen. Leider.
    Hast Du „Das mechanische Herz“ schon gelesen?

    • Ja, ich habe es korrekturgelesen. Habe nur bis vorhin nicht mitbekommen, dass es schon erschienen ist. Mir sagt ja keiner was 😉
      Hab zwar gesehen, dass du in deinem Blog angegeben hattest, dass du es gerade liest, aber das war eine Woche nachdem ich das Korrektorat weggeschickt hatte, und das schien mir ein bisschen schnell. Deshalb dachte ich, du hättest da schon vorgegriffen oder sowas. Und dann hab ich nicht mehr dran gedacht darüber zu bloggen …

      Es ist auf jeden Fall schön, wenn dich das Buch dazu gebracht hat, dich mit Steampunk auseinanderzusetzen. Man kann wahrscheinlich nie genug seltsame Subgenres kennenlernen 😉

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