Verschiedenes

Ich stehe in der Zeitung! Na gut, es ist weniger beeindruckenderweise die Nahe Zeitung, von der sicher noch niemand von euch gehört hat. Auf jeden Fall wird dort aber über das Schreibworkshop-Projekt berichtet, von dem ich schon erzählt habe.

Interessantere Neuigkeiten sind da schon, dass nun weitere Romane der Gewinner des Heyne-Schreibwettbewerbs veröffentlicht werden. Bisher sind ja nur Platz eins und zwei in Buchform erschienen, doch demnächst wird es auch „Die Streuner“ von Manuel Charisius und „Die Organisation“ von Annika Sylvia Weber zu kaufen geben.
„Die Organisation“ klingt nach recht interessanter Urban Fantasy. Bei den „Steunern“ musste ich irgendwie als erstes daran denken, wie der wohl im Furry-Fandom ankommen wird. Ansonsten klingt er aber nach ganz normaler High Fantasy.
Da beide Romane im Wettbewerb unter die ersten 5 gekommen sind, ist zu hoffen, dass sie beide ziemlich gut geschrieben sein werden. Man kann also gespannt sein.

Und, wenn ich gerade schon am Verlinken bin, hier gibt es einen Artikel im Stern, der erklärt, warum Eltern sich eigentlich über Twilight freuen sollten. Die Grundaussage des Artikels steckt eigentlich in diesem Absatz:

Nicht nur dass Bella-Erfinderin und Mormonin Stephenie Meyer in ihren Büchern mit brutalsten Drohungen (Tod und zerbissene Kehle) „kein Sex vor der Ehe“ propagiert. In „New Moon“ geht sie noch weiter: Fahre nicht Motorrad, spreche nicht mit verrucht aussehenden Jungs, gucke keine gewalttätigen Filme, und Extremsport ist übrigens auch verboten. Während Bella nach Ventilen für ihren Trennungsschmerz sucht, erscheint ihr immer wieder Edward als Geist und säuselt: „Nein, Bella! Das ist gefährlich“. Es ist ihm am liebsten, wenn sie zu Hause hockt und Hausaufgaben macht. Was wollen Eltern denn mehr?

Na ja … in Sachen Sicherheit hat die Autorin des Artikels da vielleicht recht, allerdings übersieht sie dabei irgendwie, dass Stephenie Meyers Romane es auch als etwas Gutes hinstellen, sich als Frau komplett von einem Mann abhängig zu machen und sich von ihm herumkommandieren zu lassen.
Aber da alle Moden wiederkommen, wird das vielleicht eh wieder Gesellschaftsideal, wer weiß …

8 Gedanken zu „Verschiedenes

  1. Also ich hatte zumindest den Eindruck, dass die Autorin des Artikels es eher sarkastisch gemeint hatl. Unter diesem Gesichtspunkt wirkt Die Bis(s) Reihe noch lächerlicher, als bisher…

    • Hm… ich bin davon ausgegangen, dass es so in der Richtung von „Ja, das ist alles ziemlich schrecklich und kitschig, aber es könnte schlimmer sein, immerhin ist es ungefährlich.“ gemeint ist.

      • Ich stimme Koriko zu, das klang doch eindeutig sarkastisch. „Was wollen Eltern mehr“ heißt für mich: ne Menge. Vielleicht ein Kind, was sich nicht aus Liebeskummer aus einem Flugzeug stürzt, aber doch sicher auch kein Mauerblümchen.

        wird das vielleicht eh wieder Gesellschaftsideal, wer weiß …

        Das mögen doch bitte die Götter verhüten! Ich glaube kaum, dass eine einzelne Autorin so viel Einfluss hat.

        Glücklicherweise sind Teenager eben Teenager, zu jeder Zeit und an jedem Ort *g*

        http://www.medicinenet.com/script/main/art.asp?articlekey=95313

        • Dass das mit dem Gesellschaftsideal sarkastisch gemeint war, kann ich zumindest ganz sicher sagen, da ich es selbst geschrieben habe 😉

          Allerdings habe ich manchmal das Gefühl, dass es einigen Frauen doch ganz recht wäre, wenn sie nicht selbst für ihr Leben verantwortlich sein müssten. Ganz unabhängig von Twilight. Aber das ist dann wohl wieder ein eigenes Thema…

    • das klingt danach, als würden Eltern sich schon wieder aufregen wie gewaltätig Jugendbücher heutzutage sind. Erst haben sie die Computerspiele im Visier (und auch immer noch) und jetzt Bücher.

      Für mich ist das alles etwas weit hergegriffen und eigentlich fand ich Twilight (ich kenne nur Film1 und habe nicht ein Buch gelsen) etwas- mhm verrückt.
      Die Vampire in dem Buch sind nun wirklich „Jugendfrei“. So im Vergleich zu Poppy Z. Brite und „Lost Souls“…

      Allerdings fällt es mir schwer zu glauben, dass ihre Bücher überhaupt eine Aussage haben und etwas vermitteln. Egal ob „brav“ sein ist von Vorteil oder wie man sich als Frau zu „verhalten“ hat.

      Wobei ich hoffe, dass letzteres nicht wirklich eine von der Autorin beabsichtigte Aussage des Buches ist. Ich nehme zwar nicht an, dass sie damit die Gesellschaft kippen kann, aber unverschämt wäre es schon.

      Ich könnte mir zwar vorstellen, dass evtl ein paar Mädchen von einem Mann träumen, der ihnen den Wunsch von den Augen abliest, auf Händen trägt und alles für einen tut inkl in den Tod gehen, aber zum Glück haben wir ja noch die Männer, die ihnen einen Vogel zeigen werden.

      Der Workshop klingt sehr interessant. Schade das ich zu alt und zu weit weg bin. Ich würde auch gern eine Schreibwerkstatt besuchen wollen, aber hier gibts das sicher wieder nicht. *seufz*

      Ich bin erstaunt wie professioniell du das Schreiben doch betreibst. Gut wusste ich ja, aber beides. Jetzt fallen deine Aussagen bezüglich meiner Kritzeleien noch mehr ins Gewicht *g*

      • Ich weiß nicht, was für Aussagen Stephenie Meyer absichtlich in ihre Romane gelegt hat, aber finden kann man diese Dinge darin doch recht leicht.

        Bezüglich Workshop: Ich werde wohl im Herbst ein VHS-Online-Schreibseminar geben. Da blogge ich auch noch mal genauer drüber, sobald ich mehr dazu weiß. Falls du Interesse hast, würde ich mich freuen 🙂

        • Das VHS- Schreibseminar klingt in der Tat sehr interessant.
          Das was die VHS bei uns hier anbietet ist- naja eigenartig.
          Es wird in der Stadt nach historischen Architekturen und Denkmälern gesucht, die einen inspirieren und das Schreiben ankurbeln sollen. Das Ding kostet dann 60€ und irgendwie ziehe ich den Sinn der Veranstaltung in Zweifel…
          Aber vielleicht mag ich mich ja auch irren und mir sind Denkmäler bisher nur nicht als Muse erschienen.

  2. Ich finds vor allem immer wieder schön, dass ausdrücklich „die Mormonin“ erwähnt wird.

    Den Mormonen hängt sie, den Aussagen, die ich bisher aus der Ecke gehört und gelesen habe, als viel zu konservative Tante zum Hals raus. Die wehren sich bei jeder Gelegenheit gegen Meyers Weltbild.
    Vor allem auch mormonische Autoren … wie Dan Wells, Tracy Hickman oder Brandon Sanderson, um mal Fantasy-Autoren zu nennen.

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