Für die besondere Art von Geek

Ich habe bestimmt irgendwo schon erwähnt, dass mir noch eine letzte mündliche Prüfung ins Haus steht. Um das möglichst einfach zu machen, habe ich bei der Themensuche einfach die Themen von Hausarbeiten genommen, die ich schon mal geschrieben hatte. (Das ist erlaubt, wirklich. Außerdem muss ich eh immer noch mehr nehmen als das.) Was dazu führte, dass ich dem betreuenden Prof etwas von Bibelillustrationen in der Inkunabelzeit vorschlug, weil ich mal eine Hausarbeit über die Illustrationen in den deutschen Bibeln vor Luther geschrieben hatte. Was wiederum dazu führte, dass er meinte, das wäre zu nah an einem anderen Thema, das ich haben wollte, und ich sollte doch noch Handschriften dazunehmen (Inkunabeln sind die ersten gedruckten Bücher, um mal eben zu klären, wo der Unterschied liegt). Es gäbe da ein einziges Buch, das ich dazu lesen müsste, dann wüsste ich das Wichtigste. (Er hat versäumt zu erwähnen, dass dieses Buch wirklich riesig und unglaublich dick ist und ich Ewigkeiten brauchen werde, es zu lesen.)

Dieses Buch hat auch ein Kapitel zu hebräischen Handschriften, die ich unglaublich viel hübscher finde als die christlichen. Zum einen deshalb, weil die Leute sich da nicht halb selbst vergiftet haben bei dem Versuch, möglichst viel Farbe reinzubringen (die haben manche Farben mit Arsen gemacht. Und mit Blei. Und was nicht noch), sondern einfach alles mit schwarzer Tinte geschrieben ist. Und zum anderen, weil die Bilder auch aus Text bestehen, und … ach … hier ist ein Bild:

Ist dieser Drache nicht einfach unglaublich putzig?

6 Gedanken zu „Für die besondere Art von Geek

  1. Das ist ein Drache? Gott, ist der süß! Diese „Bilder, die aus Text bestehen“ findet man ja auch im Arabischen/Muslimischen ganz viel. Die finde ich richtig großartig. Ganze Koransuren so geschrieben, dass sie ein Bild ergeben, was den Inhalt der Sure wiedergibt. Sowas passiert, wenn man Menschen verbietet, Bilder zu malen 🙂

    • Unter dem Bild stand auf jeden Fall, es wär ein Drache. Selbst vermutet hätte ich das auch nicht sofort.

      Ja, Einschränkungen machen Menschen irgendwie erfinderisch.

  2. Ein Drache mit Zipfelmütze? Wie großartig ist denn das! Bestimmt ist der auch klein genug für die Handtasche. Ein Vorläufer des Chihuahua sozusagen. XD

    *habenwill*

  3. Ach, giftige Farben sind doch was tolles.

    Neben Arsen im Grün und Blei im Weiß haben wir da noch
    Kobaltblau, Kadmiumgelb, Zinnoberrot mit Quecksilber, oder Aluminium im Ultramarinblau…

    Viele schöne Todesarten für tolle Bücher. *ggg*

    Der Drache speit übrigens Feuer. Das wird fast immer so dargestellt.

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