Blödsinn für Zwischendurch

Ein Versuch, schlechte Literaturwissenschaftler nachzuahmen, vorhin im ICQ entstanden. Oder: Wie redet man mit viel Trara über nichts.

Wie es begann:

„Die Welt der Literatur ist ein „weites Feld“. Ich bin sicher dieses Zitat ist dir geläufig 😉
Da kann man nicht alles kennen *g*“
– „Ja, das erinnert mich an etwas, das Schopenhauer schon sagte. Du weißt sicher, was ich meine.“

Wie es weiterging:

„Klar. Auch wenn ich mich lieber auf den Drester berufe in der Hinsicht, er brachte dieses kontroverse Thema besser auf den Punkt und auch seine wiederum von ihm zitierten Vorstellungsbilder sind prägnanter. Allerdings möchte ich hierbei anmerken, dass man wenn man sich der Dialektik nicht entziehen kann, betrachtet man beide Authoren und vergleicht sie gleichtzeitig mit den Werken des englischen Autors S. R. Lester“
– „Drester hat sicher das ein der andere gute Argument, aber ich finde Schopenhauer streicht die Ambivalenz des Diskurses besser heraus.“
„Er benutzt viele schöne Wendungen und gibt sich wortgewaltig, ja, aber letztendlich sind es viele Worte ohne Tiefsinn.“

Wie es endete:

– „Argh! Da schmilzt einem das Hirn, wenn man das länger versucht.“

Disclaimer: Dieses Gespräch hat wirklich nicht den Hauch eines Inhalts und wirft mit den ersten Namen um sich, die uns eingefallen sind.
Ganz entfernt hat es damit zu tun, dass ich gerade „Das Haus – House of Leaves“ lese (Dessen Erwähnung hat über Umwege zu dem Literaturwissenschaftsgespräch geführt.) und bisher ziemlich beeindruckt davon bin. Unter anderem finde ich es auf seltsame Weise unterhaltsam, wie dort über einen Film geschrieben wird, der nicht existiert, mithilfe von Zitaten aus Werken, die es ebenso wenig gibt, und das Ganze doch irgendwie so klingt, als könnte es wahr sein.
Aber weit bin ich noch nicht. Das Buch lässt sich schlecht in den Bus mitnehmen. Obwohl ich das trotzdem versuche. Es ist nur leider das unhandlichste Taschenbuch, das ich je in der Hand gehalten habe.

2 Gedanken zu „Blödsinn für Zwischendurch

  1. „Es ist nur leider das unhandlichste Taschenbuch, das ich je in der Hand gehalten habe.“

    Echt? Schlimmer als Salzträume? Über das haben sich alle schon ob der fehlenden Handlichkeit beschwert, und „Jenseits des Karussells“ wird vermutlich als „blunt instrument“ in irgendeinen Krimi eingehen.

    • Ich finde, es gibt deutlich unhandlichere Taschenbücher als Salzträume. Ein Taschenbuch in der Größe von Salzträume kann ich in einer Hand halten, wenn ich im Bus stehe.
      „Das Haus“ ist sogar unhandlicher als die Wolkenvolk-Trilogie von Kai Meyer, die ich in der Ausgabe vom Bertelsmann Club besitze, in der alle drei Bücher in einem Band zusammengefasst sind. Es ungefähr genauso dick wie Salzträume aber höher und breiter (oder sagt man da länger?). Auf jeden Fall ist die Seitenbreite größer als die von allen anderen Taschenbüchern, die ich besitze. Und die Seiten sind unglaublich dünn, was das ganze schrecklich laberig macht. Und es ist schwer.

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