Japanisch lernen

Ich bin nun schon seit einer Weile damit beschäftigt, Japanisch zu lernen. Und auch wenn ich wenig Zeit dafür habe und es nur sehr sehr langsam vorangeht, habe ich nicht vor, das aufzugeben. Ich werde es schaffen, eine weitere Sprache so gut zu beherrschen, dass ich darin Büchr lesen kann! (Wenn ich irgendwann sterbe und es immer noch nicht kann, wird mein Geist in der Japanisch-Sektion irgendeiner Bibliothek spuken und erst Ruhe finden, wenn ihm jemand erklärt, wie man feststellt, wann ein negativer Satz tatsächlich negativ gemeint ist und wann nicht …)

Das schwierigste bei der Sache sind die Kanji. Am Anfang dachte ich, nachdem ich hunderte von Hieroglyphen gelernt habe, kann das so schwer auch nicht mehr sein. Da habe ich mich stark getäuscht …
Hieroglyphen sind immerhin Bilder. Mir zu merken, dass der Arm für a steht, ist nicht so schwer. Und selbst eine Verbindung zwischen dem Löwen von hinten und dem Laut ph kann man relativ leicht herstellen. Manchmal wünscht man sich zwar, in der Zeit zurückreisen und in Ägypten alle Vögel ausrotten zu können, damit die Ägypter nicht auf die Idee kommen, aus jedem einzelnen davon eine Hieroglyphe zu machen. Aber ansonsten kommt man irgendwie klar …
Kanji dagegen sind abstrakte Ansammlungen von Strichen, die sich teilweise nicht sonderlich stark voneinander unterscheiden. Seit einer Weile wusste ich nun, dass es eine Möglichkeit gibt, sich dazu Geschichten zu erzählen, um sie sich besser merken zu können. Es gibt sogar Bücher, in denen zu jedem Kanji eine Geschichte steht. Dummerweise sagen einem diese Bücher nicht, in welcher Reihenfolge sie man am sinnvollsten lernt …

Aber nun habe ich TextFugu gefunden. Das ist ausdrückliche für Leute, die sich die Sprache selbst beibringen. Teilweise erklärt es Grammatik mithilfe von Yoda. Und es sagt einem, wann man man welche Kanji lernen sollte, und mit welchen Geschichten man sie sich am besten merkt.

Möglicherweise bleibt es mir also doch erspart, in irgendeiner Bibliothek zu spuken …

5 Gedanken zu „Japanisch lernen

  1. Vielleicht hilft dir Heisigs „Remembering the Kanji“ weiter? Das ist ein systematischer Ansatz, der mir bei den Grundlagen sehr geholfen hat. Allerdings habe ich nich, nachdem ich Heisigs Methode durchschaut hatte, schnell abgeseilt und bin von seinen primitiven Elementen auf Radikale umgestiegen. Das erschien mir logischer als die ganzen Bildchen zusammenzubasteln.
    Sonst wünsche ich dir viel Spass mit der Materie. Ich bin so rostig, dass ich nur noch etwas Konversation bestreiten kann.

    • Heisig habe ich sogar. Aber da wusste ich nie, wo ich anfangen soll und was nun wirklich wichtig ist und was nicht. Außerdem finde ich es seltsam, dass die die Bedeutung und die Lesung getrennt lernt.
      Bei Textfugu lernt man die Kanjis auch über die Radikale. Außerdem wird einem gesagt, welche der Lesungen wirklich wichtig sind und welche so gut wie nie vorkommen. Das finde ich sehr gut. Und man merkt sich nicht nur die Bedeutung der Kanjis über eine Geschichte, sondern die Lesung wird ebenfalls mit dieser Geschichte verknüpft, so dass man wirklich alles beisammen hat.

  2. Hm, dieses Textfugu ist aber auch nicht gerade geschenkt – jedenfalls verglichen mit einem normalen Lehrbuch mit CD o.ä. Bin gespannt, ob Du damit angemessen weiterkommst. Wenn ja, würde ich mir das glatt auch überlegen. Ich finde es nämlich schade, dass ich von meinem 4wöchigen Crashkurs vor der Reise schon wieder fast alles vergessen habe. War damals nach dem Portugalurlaub zwar auch so, aber zu Portugal habe ich auch keinen so engen Bezug.

  3. „Kanji dagegen sind abstrakte Ansammlungen von Strichen, die sich teilweise nicht sonderlich stark voneinander unterscheiden“
    DAS denken vermutlich alle Asiaten, die man zwingt, Lateinische Buchstaben zu lernen. Vor allem, wenn sie dann mit Handschriften konfrontiert werden 🙂

    • Natürlich sind alle Buchstaben abstrakte Ansammlungen von Strichen. Der Unterschied liegt darin, ob man mehrere tausend Zeichen lernen muss, die teilweise aus mehr als 10 Strichen bestehen oder ob man 26 von der Strichzahl her relativ einfache Zeichen lernen muss. Selbst wenn die noch mal 26 Variationen oder mehr haben, ist das nicht so das Ding.
      Hiragana kann ich ja auch ohne Probleme.

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