Ursula Vernon: Black Dogs

Ich habe in der letzten Woche den zweiten Teil von „Black Dogs“ von Ursula Vernon gelesen.
Diese Bücher sind seltsam. Theoretisch besteht die Handlung aus einer Sammlung lose zusammenhängender Ereignisse. Die Charaktere reisen durch die Gegend, kämpfen ab und zu, geraten in Schwierigkeiten, begegnen Leuten, erfahren ein bisschen Hintergrundgeschichte und die Geheimnisse ihrer Mitreisenden und sehen irgendwelche echt seltsamen Dinge. Und dann irgendwann kommen sie dort an, wo sie hin wollten, und es gibt einen Showdown, der zwar einige vorher eingeführte Elemente wieder aufgreift, aber nicht unbedingt der Höhepunkt irgendeines Spannungsbogens ist.
Es ist also nicht unbedingt so, dass man weiterliest, weil man wissen will, wie es weitergeht. Trotzdem liest man weiter. Ich saß letzten Sonntag mit diesem Buch im Zug und könnte nicht mehr sagen, ob mein Sitznachbar in den fünf Stunden Fahrt von Duisburg bis Heidelberg zwischendurch mal gewechselt hat oder nicht.
Das liegt einzig und allein daran, dass die Charaktere unglaublich toll sind. Vor allem die Protagonistin Lyra, die nicht nur eine sehr glaubhafte Entwicklung durchmacht, sondern zwischendurch auch noch Klischees kommentiert und immer die Titel der Bücher weiß, in denen sie über dieses und jenes schon gelesen hat.

Für mich sind interessante Charaktere eindeutig sehr viel wichtiger als eine spannende Handlung.

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