Die Geheimnisse des Yogi oder meine Mutter und Heftromane

Gerade bin ich bei meinen Eltern und schreibe hier unter anderem am nächsten Larry Brent-Roman. Das hat am Freitag schon zu folgendem Tweet geführt:

Meine Mutter macht gerade coole Detailvorschläge für „Larry Brent“. Weiß nicht, ob ich das unheimlich oder genial finden soll.

Zwar liest meine Mutter aus mütterlichem Stolz alles, was ich im Heftromanbereich so schreibe, und „Gargoyle“ fand sie sogar lustig, vor allem die Verfolgungsjagd. Aber irgendwie kam es doch ein wenig unerwartet, dass sie mit guten Ideen für eine Horror-Heftromanreihe aufwarten konnte.

Doch damit war es noch nicht vorbei. Am nächsten Tag erzählte ich beim Essen ein wenig über meine weitere Heftroman-Schreibpläne. Was irgendwann dazu führte, dass meine Mutter fröhlich beschrieb, wie ihrer Meinung nach ein bestimmter Monsterangriff vonstatten gehen sollte.
Ich wechselte einen Blick mit meinem Vater. „Die kann das richtig gut, oder?“
Vater: „Auf jeden Fall.“ Dann zu meiner Mutter: „Du solltest mal über eine eigene Reihe nachdenken.“

Damit war das Gesprächsthema für den Rest des Essens gefunden. Wir entwarfen eine Heftromanreihe für meine Mutter. Da sie Yogalehrerin ist, lag die Wahl des Protagonisten nahe.
Vater: „Er sollte ein Kundalini Yogi sein. Dann kann er die Schlange erwecken.“
Ich, etwas irritiert: „Ist das nicht was aus dem Kamasutra?“
Mutter: „Nicht nur. Beim Kundalini gibt es drei Richtungen. Die Weiße, die Rote und die Schwarze. Die Weiße ist die ganz normale, die Rote ist die mit dem Sex und die Schwarze ist böse Magie.“ (Gut möglich, dass ich mich an ein paar der Details dieser Erklärung nicht mehr richtig erinnere. Ab der Erwähnung der bösen Magie war ich zu sehr damit beschäftigt, mir fiese Nekromantenyogis vorzustellen.)
Vater: „Also haben wir den Weißen, den Roten und den Schwarzen Yogi.“
Ich: „Der Weiße und der Schwarze Yogi sind wie der Weiße und der Schwarze Ninja.“
Vater: „Genau, die bekämpfen einander ständig.“
Ich: „Nur der Rote Yogi, der hat irgendwie immer Besseres zu tun.“

Und so ward es beschlossen. Solltet ihr jemals ein paar Heftchen mit dem Titel „Die Geheimnisse des Yogi“ oder Ähnliches finden, dann wisst ihr, woher sie kommen 😉
Wobei, vielleicht sollte man das Konzept eher den Machern der „Power Rangers“ vorschlagen …

2 Gedanken zu „Die Geheimnisse des Yogi oder meine Mutter und Heftromane

  1. *g*
    Wenn ich das Konzept so lese, muss ich immer an das Sprichwort denken, wo zwei sich streiten und der dritte sie ständig poppt … äh … sich freut *ggg*
    Wäre doch ein Thema für eine vollkommen neue Romantic Suspense Fantasy-Schublade, oder?
    Die Weiße, die immer gut ist, die Schwarze die immer böse ist, und die Rote, die den beiden ständig die oberknallerheftigen Vampirlover oder ähnliches Testosterongezücht vor der Nase wegschnappt, um sie mal so richtig durchzubügeln *wieherndes Gelächter*

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