Transformers

Ich habe nie verstanden, was René an Tranformers so toll findet. Klar, er hat die Serie als Kind gesehen, was sie in der Erinnerung gleich automatisch besser macht, als sie ist. Aber nachdem ich den ersten der Michael-Bay-Filme und ein paar Folgen einer unglaublich schlecht computergenerierten Spin Off Serie* gesehen hatte, dachte ich, auch die Schrecklichkeit, die man als Kind ertragen kann, muss doch seine Grenzen haben.
Dann hat René sich die Originalserie auf DVD gekauft, und ich hatte die Wahl, mich entweder eine Weile nicht mehr in seine Nähe zu wagen oder ein paar Folgen mitzugucken.
Und klar, die Serie hat einen Haufen Logiklücken, Größenverhältnisse werden relativ willkürlich immer wieder neu festgelegt und die Gesetze der Physik komplett ignoriert. Aber sie ist irgendwie lustig und wahrscheinlich sogar besser als „Mila“, was ich früher geschaut habe.** Außerdem habe ich endlich kapiert, welcher Roboter wer ist. Aus dem Michael-Bay-Film habe ich nur die Erkenntnis mitgenommen, dass Bumblebee der Gelbe ist, Optimus Prime der Truck und die Bösen die Flugzeuge.

Dass ich trotz mangelnder Kindheitsnostalgie mit einer uralten Zeichentrickserie mehr anfangangen kann als mit einem hochmodernen Actionfilm wirft irgendwie ein ganz neues Licht auf das Ausmaß dessen, was Michael Bay bei der Verfilmung nicht richtig hinbekommen hat.

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* „Transformers: Beast Wars“ stammt aus einer Zeit, in der man Zeichentrick besser noch nicht durch Coputergrafik ersetzt hätte und beinhaltet Dialog gegen die selbst die aus Sailor Moon wie literarische Meisterwerke klingen.

** Der Tiefpunkt meiner Fernsehzuschauer-Karriere bestand aus verschiedenen Sportanimes und „Mummies Alive!“.

9 Gedanken zu „Transformers

  1. Awwww, die alten Trickfilme sind toll *_* Vor allem haben sie noch, vor allem aus einer kindlichen Sicht, Kanten und Graubereiche …

    Ich habe den letzten der Bay-Filme nicht mal mehr gesehen, obwohl ich mir sonst alles mit Transformers schaue/lese … Noch schlimmer sind nur noch die Tie-in-Romane dazu.

  2. Ich habe mir nach seltsam positiven kritiken den letzten Transformers auch noch angeschaut. Und muss kläglich feststellen, dass der erste Teil noch der beste ist. Aber man muss die Bay-Filme als das sehen, was sie sind: sinnlose Effektschlacht + Armeewerbung.

    Es gab früher einen Haufen guter Zeichentrickserien.
    Saber Rider 😀
    die Kickers 😉
    Und Dragonball Z *früher*hüstel*

    Ab Pokemon und Yugioh ging es aber rasant abwärts. Leider.

    Und mir ist eine Sache aufgefallen. Ich weiß nicht, ob das ne relevante Beobachtung ist, oder ob man in der Richtung forscht, aber:
    Schaut euch mal Brave Starr (besonders hier wird’s deutlich) oder andere Zeichentrickserien aus der Zeit an. Die Dialoge sind unglaublich langsam, aber deutlich gesprochen. Vor allem kommt es mir aber aufs Tempo an.

    Neuere Zeichentrickserien, für Kinder desselben Alters, sind so unglaublich viel schneller. Mehr Effekte, schnellere Sprache, einfachere Sprache „Pika, pika!“ – wtf!

    Ich bin nun kein Verhaltensforscher. Aber ich stelle mal die gewagte Theorie auf, dass der so rasante Anstieg an Kindern mit Konzentrationsstörung (Modekrankheit ADHS) möglicherweise auch dieser frühen Reizüberflutung geschuldet ist.

    • Schon eine Leistung, wenn er es geschafft hat, den zweiten Teil noch schlechter zu machen.

      Deine Beobachtung ist mir so jetzt nicht aufgefallen. Was die Komplexität der Sprache angeht, ist ein Pokemon, denk ich, auch nicht unbedingt das beste Beispiel. Es ist eben in deren Konzept verankert, dass sie nur ihren Namen sagen können.
      Und bei Transformers gibt es einen Typen, der redet, als wäre er auf Speed.

      Ich würde auch nicht sagen, dass die Zeichentrickserien heute schlechter sind. Es gibt ein paar, die ich mag. „Avatar“ (nicht der Film) z.B. …

      • Klar, es gibt auch einige, die ich mag. Dennoch muss man sich immer fragen, ob man sie aus der Sicht des gereiften Erwachsenen mag, der man heute ist *hüstel* oder ob man sie auch als Kind gemocht/verstanden hätte.

        Avatar hab ich nie gesehen, ist komplett an mir vorbeigegangen.

        • Ich finde, es spricht für Qualität, wenn man eine Zeichentrickserie für Kinder auch als Erwachsener noch mögen kann. Das heißt nämlich, dass Handlung und Charakterzeichnung nicht so grauenhaft und unglaubwürdig sind, dass nur Kinder darüber hinwegsehen können.

          • Es spricht auch für Qualität. Aber eine andere.
            Klar, ich finde es toll, dass mir solche Serien gefallen, dass sie mich auch unterhalten. Aber die Frage ist, ob sie dann noch kindgerecht sind 😉

            • Was für Zeichentrickserien für Kinder, die du magst, gibt es denn, bei denen du Zweifel hast, ob du sie als Kind gemocht bzw. verstanden hättest?

  3. Ich musste vor ein paar Monaten mit Schrecken feststellen, dass der dritte Teil der Reihe schon auf DVD draußen war. Der ist komplett an mir vorbeigegangen. Seitdem in Teil 2 zwei Smarts gebreakdanced haben, war auch Schluss. Da kauf ich mir auf e-bay lieber mein altes Transformers-Spielzeug zurück und dreh ’nen eigenen Film.

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