Immer noch nicht tot

Ich sollte vermeiden, aus diesem Blog eine Sammlung von „Hey, ich lebe immer noch“-Meldungen zu machen, aber fürs Erste: Ich bin tatsächlich bisher weder durch ein Dimensionsloch gefallen noch von den Monstern unter meinem Bett gefressen und noch nicht mal von einem Auto überfahren worden. Dafür sitze ich immer noch vor einem Berg von Arbeit. Langweilig, ich weiß.

Allerdings habe ich gestern etwas festgestellt: Ein sehr eindeutiger Vorteil davon, nicht mehr in Mainz zu wohnen, ist der, dass ich dieses Mal fast den Rosenmontag verpasst hätte. Nur die Nachrichten haben das vermasselt, indem sie kostbare Sendezeit darauf verschwendet haben, eine arme Reporterin im Bonbon-Kostüm vor die Kamera zu stellen und über irgendeinen Umzug berichten zu lassen. Danke Nachrichten.

Da man damit offensichtlich noch nicht genug Sendezeit verschwedet hatte, kam dann heute auch noch ein Bericht über Karneval in Rio. René verdrehte die Augen. Mein Kommentar: „Das ist zumindest hübsch.“
Was mich zu der Frage bringt, warum Karneval eigentlich nur bei uns so unglaublich hässlich ist. In Venedig haben sie ihre Masken und Barockkleider und in Rio haben sie hübsche Frauen in knappen Glitzeroutfits. Nur hier gibt es Leute mit Plastiknasen und rot geschminkten Backen und Bonbon-Kostüme. Ich finde das ein wenig unfair. Wenn ich selbst außerhalb der Karnevals-Hochburgen nicht vor Helau-Rufen sicher bin, hätte ich dazwischen zumindest gerne etwas Interessantes zum Anschauen.

6 Gedanken zu „Immer noch nicht tot

  1. Über die Sitten in Rio kann ich ja nichts sagen. Aber hier sollen ja Geister usw. vertrieben werden und da kann’s ja gar nicht gruselig genug sein *g*

  2. Die alemannische Fastnacht hier unten ist nicht mir Mainz und Köln vergleichbar. Wir finden es toll mit den Häs und den ganzen Masken. Gruselige Bräuche gibts zuhauf, wenn in der Dunkelheit die Teufel mit Glockengeläut und Geheul aus dem Wald kommen. Die Kinder findens klasse aber mir läufts immer eiskalt den Rücken runter wenn diese Viecher ankommen.

  3. Hätten wir hier Karneval in Rio, dann hätten wir am Aschermittwoch nicht nur Schnapsleichen sondern auch noch Frosteulen zu behandeln. Ich find’s immer schade, dass es bei uns für die schönen Kostüme zu kalt ist. Aber die Pappnase erklärt das noch nicht.

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