John Carter

„John Carter“ ist ein ziemlich guter Film. Also vorausgesetzt, man legt nicht sehr viel Wert auf Realismus. Es ist alles ein bisschen übertrieben und die Leitfrage der Macher war eindeutig eher „Ist das cool?“ als „Ist das möglich?“. Aber dafür ist es auch wirklich sehr cool.
Außerdem merkt man irgendwie, dass ein Buch hinter dem Film steckt. Die Welt wirkt recht durchdacht und stimmig, man hat immer das Gefühl, dass es dort noch viel mehr gibt, das man kennenlernen könnte. John Carters Charakter hat tatsächlich Tiefe. In der Hinsicht gibt es ein paar Dinge, auf die sie etwas genauer hätte eingehen können, aber so allgemein bekommt man das Gefühl, dass er auch jenseits von „Das steht eben so im Drehbuch“ noch Gründe hat zu tun, was er tut.
Und das allerbeste ist die Marsprinzessin, die nicht nur theoretisch kämpfen kann, sondern das auch durchgängig tut. Einmal rettet sie unserem Helden sogar in einer echt wichtigen Situation das Leben. Und das komplett absichtlich und kompetent. Es ist grandios!
Und erwähnte ich schon, dass der Film einfach prinzipiell ziemlich cool ist?

6 Gedanken zu „John Carter

  1. Mich beschleicht der Eindruck, dass Dir der Film gefallen hat *g*
    Dann werden wir wohl doch noch mal über einen Kinobesuch nachdenken müssen …

  2. Die Antwort auf dieses Rätsel, Scully, ist irgendwo da draußen.
    Im nächsten Kino deiner Wahl *g*

    Ich galube, den werde ich mir auch im Kino anschauen *grübel*
    Nach DER Rezi eigentlich ein Muss, oder?

    LG

    Dirk 🙂

  3. Mir ist ein Rätsel, wie dir der Film gefallen konnte, ehrlich gesagt.

    Ich bin nach rund einer Stunde aus dem Film raußgegangen, weil ich ihn grottenschlecht fand. Das ist mir vorher noch nie passiert, dass ich das Kino vor Filmende verlassen habe. Ich fand die Story sehr platt und vorhersehbar und klischeehaft – und die Dialoge gingen ja wohl gar nicht! (Allerdings weiß ich nicht, wie sie in der Synchro sind, ich hab die US-Originaltonspur gesehen – vielleicht rettet die deutsche Übersetzung ja was und streicht das ganze pathetische).

    • Ich sag ja, dass alles etwas übertrieben ist in dem Film, das gilt wohl auch für die Menge an Pathos. Aber mich hat das nicht gestört. Das Einzige, was ich wirklich nicht gut fand, war diese Anfangssequenz auf dem Mars samt Voiceover. Erst sobald John Carter selbst aufgetaucht ist, hat mir der Film wirklich gefallen. Und ich fand einige der Dialoge recht gut gemacht. Z.B. diese Sequenz wo er eingezogen werden soll und immer wieder versucht abzuhauen und dieser Militärtyp zwischen den ganzen Fluchtversuchen einfach unbeeindruckt weiterredet. Das, was er sagt, ist nicht besonders, aber das Drumrum hat mir Spaß gemacht. Und so ist es mir bei Vielem gegangen.

      Mir war auch schon von Anfang an klar, dass ich nicht erwarten kann, dass die Story irgendwas neu erfindet. Immerhin ist die Vorlage mehr oder weniger 100 Jahre alt. Vielleicht ist es deshalb auch eine Frage der Erwartungen? Ich hatte einen Actionfilm mit coolen Kämpfen und einer netten Mischung aus SF und Fantasy erwartet. Dahingehend wurden meine Erwartungen übertroffen, weil ich obendrein eine Menge zu lachen hatte, die Charaktere mochte, eine eigenständige Protagonistin bekommen habe und eine Überraschung am Ende.

    • Abgesehen davon, hast du den wohl am wenigsten erwarteten Storytwist am Ende verpasst.
      Was das war? Verrat ich nicht!

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