Infodump und Anderes

Patrick Rothfuss hat einen wunderbaren Blogeintrag darüber verfasst, dass Infodump der größte Fehler ist, den man beim Schreiben von Fantasy machen kann. Ich mag diesen Blogeintrag besonders, weil er auf eine sehr respektvolle Weise Tolkien als Negativbeispiel verwendet.

Ansonsten scheint mal wieder eine Urheberrechtsdiskussion durchs Internet zu gehen. Meine Facebook-Timeline ist voll mit Leuten, die sich über den Kaperbrief der Piraten aufregen. Und zum besseren Verständnis der Diskussion hat Falko Löffler ein sehr erhellendes Begriffslexikon dazu verfasst.
Ich bin mir meiner Meinung zu dem Thema noch nicht so sicher. Klar, das Urheberrecht ist auf jeden Fall eine gute Sache und man sollte nicht daran rütteln. Das Problem ist, dass es erfunden wurde, um Leute davon abzuhalten, die Werke anderer Leute nachzudrucken und damit Geld zu verdienen. Dafür funktioniert es sehr gut. Es wird ein bisschen schwieriger, sobald die Sache mit dem Geld und dem Nachdrucken (bzw. physisch Vervielfältigen) aus der Gleichung rausfällt. Dann gibt es plötzlich seltsame Grauzonen und Leute, denen nicht so richtig klar ist, warum sie gedruckte Bücher zum Lesen an ihre Freunde weitergeben dürfen, aber EBooks nicht.
Und ich glaube nicht, dass irgendwer für dieses Problem schon eine sinnvolle Lösung gefunden hat.

4 Gedanken zu „Infodump und Anderes

  1. Da möchte man den Piraten von einer Reling zur anderen doch zurufen:
    „He, ihr Piraten! Warum verkauft ihr euren Kaperbrief? Selbst wenn es zum Selbstkostenpreis ist? Das ist unfair gegenüber denjenigen, die sich das nicht leisten können! Und gehört der Kaperbrief nicht auch zur freien Kultur und Meinungsbildung? Stellt ihn gefälligst zum kostenlosen Download in‘ s Netz! Wem er gefällt, der kann euch ja was spenden.“

    Aber den Spiegel möchten die ja genau wie die Medusen ungern vorgehalten bekommen.

    Ahoi,

    Käpt’n Dirk

  2. Nachtrag:
    Habe ein kleines, abermeminent wichtiges Wort vergessen!

    Der Satz sollte eigentlich wie folgt lauten:
    „Stellt ihn gefälligst ausschließlich (!) zum kostenlosen Download in’ s Netz! Wem er gefällt, der kann euch ja was spenden.“

  3. 1000 Stück für 48 Euro sind zwar billig, aber da ich 999 Stück ins Altpapier werfen würde, kann ich nur sagen: 48 Euro für ein Exemplar sind mir als Urheberrechtsabgabe an die Seh-Räuber eindeutig zu viel. Für einen Link zum Raubdownloaden des Pamphlets wäre ich deshalb dankbar. 😉

  4. Ich mag Infodumps als Leser; weshalb nichts und niemand—keine Kritik, keine Reviews, kein selbst-proklamierter King der modernen Prosafiktion—mich davon abbringen wird, intentionell Infodumps zu schreiben.

    Wer mit meinem Stile nichts anfangen, der soll meine Geschichten nicht lesen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s