Fliegende Festungen

Gestern habe ich versucht, René von einem Buch zu erzählen, das ich vor über 10 Jahren gelesen habe. Und zwar handelt es sich dabei um „Die Welt der tausend Ebenen“ von Philip José Farmer.
Das Buch habe ich irgendwann mal im Bücherregal meines Vaters gefunden und mochte es damals ziemlich gern. Bis heute sind allerdings nur Bruchstücke hängen geblieben, was es nicht unbedingt leicht macht, davon zu erzählen. Deshalb hörte sich mein Bericht wohl auch ziemlich wirr an und enthielt viel „Ich glaube, das war so“ und „Soweit ich mich erinnere“ usw.
Aber René sah zumindest einigermaßen interessiert aus, während ich von gottähnlichen Außerirdischen und Treppenstufenwelten erzählte. Und irgendwann driftete folgendes Bruchstück an die Oberfläche meines Gedächtnisses: „Irgendwann kommen sie auf eine Welt, die einen irgendwie fleischähnlichen Boden hat. Ich glaube, da konnte man sogar Stücke rausschneiden und essen, aber ich mir nicht mehr sicher. Auf jeden Fall war da alles ziemlich eklig und öd. Der Herr dieser Welt hatte eine fliegende Festung und …“
Das war der Moment in dem René mich unterbrach: „Haben sie das nicht alle?“

Mein Gedankengang kam zu einem quietschenden Halt, entgleiste und schlug eine komplett andere Richtung ein: „Hm … du hast recht. Es gibt in alten Romanen und Filmen ziemlich viele fliegende Festungen. Die müssen früher mal voll in gewesen sein.“
Das führte zu verschiedenen Theorien.

Vielleicht hat es fliegende Festungen eine Weile im Sonderangebot gegeben. Ich kann mir das richtig vorstellen: „Sie wollen ein Bösewicht werden, den man in alle Welten und Galaxien fürchtet? Sie haben bereits ihr manisches Lachen geübt, ihr hinterlistiges Lächeln perfektioniert und besitzen eine Armee ekliger Monstrositäten auf einer öden, dunklen Albtraumwelt? Dann fehlt Ihnen nur noch eines zum Ihrem Glück: Eine fliegende Festung! Fliegende Festungen für nur 999999,99. Schlagen Sie jetzt zu und sie bekommen diese mit unheimlichen Symbolen bestickte, schwarze Robe gratis dazu!“

Ähem … auf jeden Fall gelangten wir irgendwann zu der Feststellung, dass fliegende Festungen schon vor einer Weile aus der Mode gekommen sein müssen. Man sieht sie nicht mehr so oft. Gut, in John Carter gab es eine, aber der Film zählt in dem Fall nicht als neu, immerhin basiert er auf einer 100 Jahre alten Vorlage.
Aber worin leben Bösewichte eigentlich heutzutage? Ich meine abgesehen von Türmen …

Ein Gedanke zu „Fliegende Festungen

  1. Also ich lebe ja in Köln, wenn du so fragst … *grins*

    Und da ich als kleiner Bub‘ Zardoz gesehen habe, und seitdem im Glauben lebe, dass nur ein echtes „Sean-Connery-Brusthaartoupet“ aus einem Mann einen echten Mann macht, und da ich mit seit jenem denkwürdigen Fernsehabend sicher bin, dass ein nur guter Böser in einer fliegenden Festung leben kann, bin ich der festen Überzeugung, dass ich jetzt irgendwie den Faden verloren habe *staun*

    Pinkyyyy … komm her, du nutzlose Kreatur, und unterstütze mich bei der Suche nach einer fliegenden Festung, damit ich auf angemessene Weise die Weltherrschaft an mich reissen kann 🙂

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