Duell der Magier

Gestern habe ich Wasser über meinen Laptop geschüttet. Ich habe ihn sofort ausgeschaltet und den Rest des Tages nur noch auf Papier lektoriert, damit er trocknen kann. Aber heute flackert der Bildschirm immer noch ab und zu beunruhigend. Ich schreibe diesen Blogeintrag also, während ich abwarte, ob es besser wird oder ob er irgendwann alle viere von sich streckt (Ich hoffe Ersteres).
Da ich gestern dann nur bedingt ins Internet konnte, hatte ich unerwartet Zeit. Die habe ich genutzt, mir endlich auch mal „Duell der Magier“ anzusehen.

Ich habe wirklich nicht viel erwartet. Es war ja klar, dass der Film vor allem wegen der Spezialeffekte gedreht worden ist. Und die waren auch ziemlich cool. Aber ich hatte das eine Star-Wars-Zitat gesehen und dachte mir: „Hey, vielleicht ist er zusätzlich auch noch lustig.“
Leider war das auch schon eine von vielleicht zwei lustigen Stellen im Film.

Dazwischen gibt es Stellen, denen man allzu deutlich anmerkt, dass jemand gerade nur etwas gesagt hat, um Informationen zu vermitteln, die später noch wichtig werden (und zwar weil das Gesagte in nur sehr wenig Zusammenhang zu dem steht, was vorher und was nachher gesagt wird). Und einen Hauptcharakter, der einem einfach überhaupt nicht sympathisch wird. Und einen Bösewicht dessen Motivation irgendwie so das Übliche ist. War in dieselbe Frau verliebt wie sein bester Freund, hat sie aber nicht bekommen, ist deshalb zur dunklen Seite gewechselt und will jetzt eine ganz böse Magerin befreien, um die Welt zu versklaven. Das wird nie ordentlich dargestellt, so dass man es nie richtig nachvollziehen kann, so dass es einfach nur ein Klischee bleibt.
Und so ist der ganze Film. Irgendwer hat munter Klischees zusammengeworfen, ohne sich die Mühe zu machen, sie glaubhaft zu gestalten. Ich meine, wenn man schon Klischees verwendet, könnte man sie zumindest innerhalb der Geschichte ordentlich verankern und ihnen damit Leben einhauchen. Stattdessen stellt sich dieser Film hin und sagt mehr oder weniger: „Ihr wisst schon, wie das ist. Auserwählter, Mentor, Bösewicht mit Pappaufstellermotivation, Welt ist in Gefahr. Muss ich nicht näher drauf eingehen. Hier sind außerdem ein paar Szenen, in denen sich der Protagonist auf eine Art lächerlich macht, die lustig sein soll. Und schaut mal, ein Drache in Chinatown!“

Ein Gedanke zu „Duell der Magier

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s