Autorenverdienste

Forbes hat bekanntgegeben, welche Autoren letztes Jahr am meisten verdient haben. Die Liste an sich ist nicht weiter überraschend. Die interessanteste Aussage bei der ganze Sache findet sich meiner Meinung nach in dieser Bildunterschrift:

James Patterson: $94 million
Unlike many of the authors on this list, Patterson earns nearly all his money from his gargantuan book sales and relatively little from TV and film royalties. He published 14 new titles in 2011.

Was im Umkehrschluss heißt, dass die meisten Autoren eben nicht mit ihren Büchern superreich werden. Das wiederrum sollte man beachten, wenn man von Autorenruhm und -reichtum träumt. Vor allem hierzulande. Es gibt nämlich im letzten Jahrzehnt (geschätzterweise) genau eine deutschsprachige Autorin, deren Werk in Hollywood verfilmt wurde: Cornelia Funke. Und deren Bücher mussten dafür erst mal ins Englische übersetzt werden, was sowieso schon einem Sechser im Lotto gleichkommt.
Wer sich jetzt denkt: „Gut, schreibe ich stattdessen halt 14 Bücher im Jahr.“, dem sei gesagt, dass alles, was Patterson noch schreibt, Exposés sind. Niemand schafft 14 Bücher im Jahr ohne Ghostwriter.

Wer etwas mehr über das realistische Einkommen von Autoren erfahren will, der sollte diesen Blogeintrag vom Kollegen Stephan Bellem lesen. Oder diesen Artikel, auf den Stephan auch verlinkt.

Dazu muss ich allerdings sagen, dass man mit den Angaben der Künstlersozialkasse vorsichtig sein sollte. Das Prinzip der KSK funktioniert nämlich so: Man sagt am Anfang des Jahres, wie viel man erwartet zu verdienen. Danach wird der Beitrag berechnet, den man für dieses Jahr zahlen muss. Je höher der erwartete Verdienst, desto höher der Beitrag. Ihr könnt euch vielleicht ungefähr vorstellen, wie vorsichtig da geschätzt wird. Und am Ende des Jahres fragt niemand nach, ob man richtig lag. Man kann auf die KSK-Zahlen also getrost noch ein bisschen was draufrechnen. Viel wird es dadurch aber trotzdem nicht.

2 Gedanken zu „Autorenverdienste

  1. Und wenn man dann sieht, dass die Tante von Fifty Shades of Bullshit 17 Millionen pro Tag, plus Filmrechte verkaufen, plus jetzt auch noch Unterwäsche Merchandising macht ….ätzend sowas. Schreib einfach einen Porno, nenne es Fifty Shades of Irgendwas und du bist reich. Jawoll.

    Ich frag mich sowieso, wie manche Autoren einen Roman nach dem anderen raushauen.

    • Wenn das so einfach wäre, gäbe es spätestens nächstes Jahr haufenweise stinkreiche Porno-Autoren 😉 Ist halt immmer Glückssache.

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