Von Menschen, die auszogen, die Welt zu verändern

Aus irgendeinem Grund habe ich heute gleich zwei wunderbare Texte gefunden, in denen es darum geht, wie erfolgreiche Autoren das Leben unglaublich vieler Leute verändern können. Das verstehe ich jetzt einfach mal als Zeichen, dass ich einen Blogeintrag darüber schreiben sollte, bevor ich weiterarbeite.

Der erste Text ist der Liebesbrief von John Green an J. K. Rowling aus der FAZ. Dort heißt es:

Es liegt nur an Ihnen, dass meine Bücher so veröffentlicht werden können, wie ich sie veröffentlichen will (als Bücher für junge Erwachsene) und gelesen werden können von den Lesern, die ich mir wünsche (alle). Wenn Sie nicht von Harry Potter geschrieben hätten, wären meine Bücher sicher keine Bestseller geworden, vielleicht würde es sie gar nicht geben. Hunderte Autoren könnten das Gleiche sagen. Aber Ihr Einfluss reicht viel weiter: Bands wie Harry and the Potters und Draco and the Malfoys touren um die Welt und singen Lieder über Hogwarts. Vor ein paar Monaten, mehr als fünf Jahre, nachdem der letzte Teil herauskam, war ich einer von 4000 anderen Harry-Potter-Fans bei Leakycon 2012, einer Konferenz, die zur Feier der Welt abgehalten wird, die Sie für uns geschaffen haben.

Der zweite Text ist ein Artikel von einem mir bisher unbekannten Blogger. Dort geht es eigentlich darum, wie schwierig es ist, berühmten Leuten gegenüberzutreten und woran das liegt. Und dann kommt dieser Absatz:

I think the disconnect comes from feeling like we know this person. We know them through their works, and through what they’ve said to the world. Only they don’t know us, and that feels weird. I consider Neil Gaiman to be a large part of who I am, he was there for my transition from teenagerdom to semi-adulthood. Only he doesn’t know he was there, so when I stand in front of him at the signing table I have to figure out who I am without him, because I can’t just stand there with a part of the man himself inside of me. And my brain sort of flip flops around, and I start wondering if he’s wondering who I am and what have I done to the bits of himself he let out into the world. And I want to shout “Its okay! I treated your characters nicely. I’ve loved them, and mourned them. And I’ve sheltered your words, and given them life beyond the page. Its okay! I’m taking care of that piece of you you gave to the world.” Only then, it would definitely prove I’m one of those crazy fans you get restraining orders on. And so I don’t say that, I stand quietly and nod and smile, and mention that if he wouldn’t mind autographing this, I’d be ever so grateful.

Und das zeigt, wie viel Einfluss das Werk eines Autors auf andere Menschen haben kann. Wenn man es wirklich schafft, Menschen mit dem zu berühren, was man schreibt, dann kann man ihr Leben nicht nur um ein wenig Unterhaltung bereichern, man kann mehr als ein paar Stunden Spaß schenken. Ein großer Autor gibt seinen Lesern etwas mit, das für den Rest ihres Lebens bei ihnen bleiben wird – oder zumindest für einen bestimmten Teil ihres Lebens, der weit über die Zeit der Lektüre hinausgeht.

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