Batman Begins

Es ist schon etwas länger her, da habe ich mir „The Dark Knight“ auf DVD gekauft, vor allem weil ich ihn nicht im Kino gesehen hatte und wissen wollte, was alle anderen daran so toll finden.
Wie sich herausgestellt hat, finde ich den Film ebenfalls toll, weshalb ich „The Dark Knight Rises“ auch unbedingt sehen wollte. Aber irgendwie haben wir es nicht ins Kino geschafft. Also habe ich René gebeten, den Film auf die Liste der noch zu kaufenden DVDs zu setzen.

Seine Reaktion: „Aber dann müssen wir die ganze Trilogie kaufen. Also auch Batman Begins.“
Und ich so: „Muss das sein?“
Er: „Wo liegt das Problem? Du hast doch damit angefangen, Batman-Filme zu kaufen.“
Ich: „Ja, aber es gibt auch richtig schlechte Batman-Filme. Ich brauch die nicht alle.“

Und von da an lief es ein bisschen so wie die Diskussion, die wir seit zwei Jahren über „Heroes“ führen. Ich bin der Meinung, mehr als die erste Staffel braucht man von der Serie nicht. René meint, entweder alles oder nichts. René gewinnt solche Diskussionen irgendwann zwangsläufig.

Deshalb habe ich nun „Batman Begins“ gesehen.
Um das mal festzuhalten: Er gehört nicht zu den richtig schlechten Batman-Filmen.
Aber er hat eindeutig ein paar große WTF-Momente. Da wäre zum Beispiel die Mikrowellen-Kanone, die Wasser verdampfen lassen kann, wenn man sie auch nur daran vorbeiträgt, die aber für Menschen in ihrer Nähe offensichtlich vollkommen ungefährlich ist.
Oder der tibetanische Ninja-Orden, der seit Jahrhunderten Städte zerstört, wenn sie ihrer Meinung nach zu dekadent werden. Rom zum Beispiel.
Mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht über die Sache mit den tibetanisch-chinesischen Ninjas hinweggekommen bin, haben die also irgendwann zur Zeit der Völkerwanderung folgende Feststellung gemacht: „Hey, auf der anderen Seite der Welt ist eine Stadt zu dekadent geworden. Wir sollten uns jetzt mal zu Fuß auf diese unglaublich lange Reise machen, um ihr den Rest zu geben. Nicht dass uns hier im Himalaya in irgendeiner Weise betreffen würde, was die Römer so tun, aber es geht ums Prinzip.“
Und dann war ich so sehr damit beschäftigt, mir tibetanische Ninjas in Rom vorzustellen, dass Teile des Films ein bisschen an mir vorbeigegangen sind.

Coolness rechtfertig natürlich im Prinzip so gut wie alles. Die Frage ist nur, ob dieser Film tatsächlich wollte, dass ich ihn so überhaupt nicht ernst nehme, wie ich es letztendlich getan habe.

4 Gedanken zu „Batman Begins

  1. Ich fand weder den ersten noch den dritten Teil der Nolan-Trilogie wirklich gut, muss ich sagen. (Der zweite Film ist allerdings super!) Bei dem ersten war mein Gedankengang so ähnlich wie deiner, das mit dem Orden fand ich halt doch sehr albern. 😀

    • Ein paar Leute scheinen ja mit Dark Knight Rises nicht so ganz zufrieden gewesen zu sein. Allerdings gehen da die Meinungen auch ziemlich auseinander.

      • Ich fand ihn schlichtweg zu lang (neben einigen kleinen Nörgeleien und Augenbrauenhochziehen über die Politik des Films, das aber auch in Ansätzen schon in den vorherigen Filmen vorhanden war). Ich weiß nicht mal, ob er faktisch länger war als der zweite Teil, aber der hat mein Interesse gehalten, während ich beim dritten dauernd dachte „Ist er jetzt zu Ende? Nein? Meine Güte“, und das sagt ja schon einiges darüber aus, wie sehr es der Film geschafft hat, mich in seine Geschichte emotional zu investieren.

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