Battlestar Galactica

Ich fange ja immer erst an, Dinge zu schauen, nachdem schon kein Mensch mehr darüber redet, weshalb ich nun gerade dabei bin, Battlestar Galactica zu sehen. René und ich haben den Samstag Abend zum Galactica-Abend erklärt und schauen immer ein paar Folgen am Stück. Das führt inzwischen dazu, dass ich Samstag Nacht immer etwas seltsame Träume habe, aber was soll’s.

Ich glaube, wäre René nicht schon seit Jahren auf dem „Du musst das noch sehen!“-Tripp, hätte ich die Serie nach der ersten Folge als Zeitverschwendung abgetan. Ich mochte am Anfang eigentlich nur Starbuck. Alle anderen Charaktere kamen mir irgendwie aufgeblasen und selbstverliebt vor und viel zu sehr von der Wichtigkeit ihrer eigenen Spezies überzeugt. („Wir müssen das Überleben der Menschheit sichern“ finde ich kein sonderlich überzeugendes Ziel, wenn man gleichzeitig sofort eine ganze Ladung der Schattenseiten zeigt, die die Menschheit aufzuweisen hat.)
Man muss der Serie aber lassen, dass sie ziemlich gut erzählt und geschrieben ist, was mich in den nächsten Folgen ihr etwas mehr gewogen stimmte. Irgendwann sah Lee Adama dann auch nach jemandem aus, den man mögen konnte, die Präsidentin ist ganz in Ordnung und Starbuck wird einfach immer cooler. Während der letzten Folge, die ich gesehen habe, bin ich sogar zu dem Schluss gekommen, dass Baltar manchmal ganz lustig sein kann – wenn man nicht gerade das Bedürfnis verspürt, ihn so lange mit dem Kopf gegen die Wand zu schlagen, bis er aufhört, sein Handeln wahlweise von seinen unteren Köperregionen oder der Angst vor Entdeckung bestimmen zu lassen.

Ich bin also mal gespannt, wie es weitergeht. Nach allem, was ich höre, ist am Ende so ziemlich jeder ein Zylon, oder wie war das? 😉

Ein Gedanke zu „Battlestar Galactica

  1. Völlig klar, dass ich hier nicht spoilere 🙂 Aber eins sei gesagt: Es wird immer spannender! Manchmal auch skurril, aber auf jeden Fall spannend und überraschend, und richtig gut! Ich habe die Serie echt geliebt. und Baltar ist echt ne Marke mit seiner Blondine am Ohr. Aber sympathisch ist er mir bis zum Schluss nie geworden.

    Ja, dieses „Überleben der Menschheit“ ist irgendwie blöde. Kein Mensch denkt „ich muss die Spezies retten“, jeder denkt „ich muss MICH retten“ – und das funktioniert dann auch ganz gut zur Rettung der Spezies. Zum Glück wird dieses blöde Argument nur selten ausgesprochen und der Urinstinkt viel häufiger dargestellt und gelebt.

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