Ein nicht sehr überraschendes Ergebnis

Der Verlag Tor hat vor einem Jahr entschieden, seine EBooks sowohl in den USA als auch in Groß Britannien ohne DRM zu verkaufen. Hier gibt es nun ein Fazit dazu.
Ich finde es nicht sonderlich überraschend, dass die Zahl der Raubkopien nicht gestiegen ist. Es gibt Möglichkeiten, DRM zu umgehen, und es braucht nur einen Menschen, der weiß, wie das geht, und der das Buch online stellt, und dann ist es online. Alles, was DRM dann noch tut, ist, die Leute zu nerven, die das EBook tatsächlich gekauft haben.

Ich kaufe nicht viele EBooks. Genau genommen gibt es zwei, die ich bisher gekauft habe:
„A Night of Blacker Darkness“ von Dan Wells und „Projekt Armageddon“ von Susanne Gerdom. Beide sind nicht in gedruckter Form erschienen, was der einzige Grund ist, warum ich sie als EBook besitze.

Deshalb wusste ich gar nicht, wie nervig der übertriebene Schutz von EBooks sein kann, bis ich das EBook-Belegexemplar von „Aeternum“ bekommen habe. Das habe ich mir immer noch nicht angesehen, weil ich dafür ein Programm installieren müsste, das ich danach wahrscheinlich nie wieder brauche. Um es dann auch noch auf meinem iPad ansehen zu können, müsste ich da noch eine extra App installieren und mir eine Adobe-ID zulegen und dann wahrscheinlich hoffen, dass sich nicht irgendwo irgendwas verschluckt. Wenn ich mir vorstelle, dass ich davor auch noch 10,99 Euro dafür bezahlt hätte, komme ich zu folgendem Schluss:

Liebe Leser, die ihr „Aeternum“ als EBook gekauft habt, ich bin euch auf ewig dankbar für eure Entschlossenheit, dem Verlag und mir euer Geld zu geben, anstatt den Roman einfach irgendwo illegal herunterzuladen. Ich weiß diesen Einsatz für das Urheberrecht sehr zu schätzen.

Und da wir gerade davon sprechen: „Sorge dich nicht, beame!“ gibt es ohne DRM, wenn man es direkt beim Verlag kauft oder bei beam-ebooks.

Ein Gedanke zu „Ein nicht sehr überraschendes Ergebnis

  1. Das heißt also, dass wenn man seine Produkte so einfach wie möglich zugänglich macht, dann verkauft man es mehr, als wenn man versucht etwaigen Diebstahl vorzubeugen. Das heißt, wenn die Vorbeugung den Zugang zum Produkt erschwert. Wenn DRM so gestaltet ist, dass es einem nicht im Weg steht oder aber das Produkt kaputt macht, dann ist es dem Kunden egal. Solange der Kunde aber in seinem Zugang nicht gestört wird, können die das machen, wie sie wollen.
    Da ist dann aber auch der Haken: es gibt nahezu kein DRM, dass dich einschränkt, also muss man es reduzieren.

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