Leipzig und wieder zurück

Ich habe die Leipziger Buchmesse überlebt! Auch wenn ich mir merken sollte, das nächste Mal meine Winterjacke, Schal und Handschuhe mitzunehmen, weil es in Leipzig jedes Mal gefühlte zehn Grad kälter ist als hier. Es sind eklige eisige Winde durch die Straßen gepfiffen, vor allem abends, wenn man ein Restaurant gesucht hat, um was zu essen.

Mein Hotel kann ich außerdem keinem Lektor empfehlen. Der Wandschmuck weckt immer mal wieder das Bedürfnis, den Rotstift zu zücken, um Fehler zu verbessern.

Aber nun zur eigentlichen Messe.
Dadurch, dass der Manga- und Comicteil ausgelagert wurde, war die Cosplayer-Dichte deutlich geringer. Einige Leute scheint das gefreut zu haben, ich fand es eher schade. Ich habe sogar mitbekommen, wie einigen Coyplayern verboten wurde, den Haupteingang zu benutzen, obwohl sie dieselben Karten kaufen mussten wie alle anderen auch. Das fand ich recht unverschämt. Ich war und bin der Meinung nach die Cosplayer die Buchmessen bereichern, und ich denke, dass sie mit zur Zielgruppe der ganzen phantastischen Genres gehören, weshalb es blöd ist, sie in ihre eigene Halle zu sperren, aus der sich viele von ihnen dann sicher nicht raus bewegen.
Einige haben das zu meiner Freude aber trotzdem getan. So hatten wir am Zaubermond-Stand Besuch von Deadpool.

Das war aber tatsächlich das einzige vernünftige Cosplayfoto, das ich auf dieser Messe zwischen allerlei Terminen machen konnte.

Das einzige andere ist mir im Hotel gelungen.

Ansonsten habe ich allerdings auch versucht, mich möglichst wenig durch die überfüllten Gänge zu bewegen und habe größtenteils in der VIP-Lounge von Werkzeugs, am Zaubermond-Stand und am Perry Rhodan-Stand herumgehangen. Dort gab es wie immer nette Gespräche mit Kollegen und (ganz wichtig) Kekse.

Samstag Abend fand dann die Hunter-Jubiläumsparty statt, die programmtechnisch zwischen Pinocchio und Roger Willemsen eingeklemmt war.

Von Roger Willemsen hatte ich zuvor noch nie gehört. Inzwischen weiß ich über ihn folgendes: Sein Fanclub besteht aus lauter alten Damen, die gerne anterthalb Stunden vor seiner Lesung am Veranstaltungsort sind und sich auch ein Event zu einer Horror-Reihe ansehen, wenn es nur bedeutet, dass sie sich gute Plätze sichern können.

Die Jubiläumsfeier war trotzdem cool. Ich habe es geschafft, halbwegs sinnvolle Dinge zu sagen, und durfte dann unter anderem einem sehr faszinierenden Vortrag von Sounddesigner Andreas Meyer lauschen, der offensichtlich vollen Einsatz für seine Arbeit bringt und sich auch mal Steinfliesen von der Terasse seines Nachbarn ausborgt, um damit das Geräusch sich öffnender Steinsärge nachzuempfinden 😉
Einen ausführlicheren Bericht zu der Veranstaltung samt Fotos und so gibt es für alle, die es interessiert, morgen im Hunter-Blog.

Nur eine Sache muss ich hier noch sagen. Ich habe meine Belegexemplar des Jubiläums-Hörbuches auf der Messe bekommen, und es ist absolut cool. Schaut es euch an:

Das Booklet in der Mitte enthält ein Interview mit mir. Und zwar ausschließlich. Ich komme seit Samstag nicht über die Tatsache hinweg, dass sie ein Booklet gemacht haben, um ein Interview mit mir darin unterzubringen. Wie abgefahren ist das denn?
Ähem …

Zuletzt noch etwas, worauf ich stolz bin. Christian Humberg und ich geben ja seit einer Weile einen Schreibkurs. Eine ehemalige Teilnehmerin, Antje Backwinkel, war dieses Jahr mit ihrem Debüt „Sati“ auf der Messe.

Gestern bin ich dann ziemlich erschöpft und mit einer erstaunlich geringfügigen Verspätung wieder zu Hause angekommen.

3 Gedanken zu „Leipzig und wieder zurück

  1. Du kennst Roger Willemsen nicht? Nicht mal aus RTL Samstag Nacht, herrlich interpretiert durch Stefan Jürgens? Solltest du nachholen.
    Zum Original kann ich auch nicht viel sagen. 😉

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