10 Bücher

Auf Facebook kursiert gerade ein Spiel, bei dem man 10 Bücher auflisten soll, die einen besonders beeindruckt und beeinflusst haben (oder so). Ich würde jetzt schon zweimal nominiert.

Irgendwie finde ich es aber doof, das zu machen, ohne dabei auch zu erklären, warum und wieso. Deshalb mache ich das ganze hier, und es wird ein bisschen länger werden.

 

1. Christopher Zimmer: Die Steine der Wandlung

Das Buch hat vor Jahrzehnten (vllt auch nur vor etwas mehr als einem Jahrzehnt) den Wolfgang-Hohlbein-Preis gewonnen. Da ich damals ziemlich viel Hohlbein gelesen habe, bekam ich es geschenkt.

Es hat mich tief beeindruckt. Nicht so sehr wegen der Handlung, die zwar sehr spannend und mit Liebe zum Details erzählt, aber nicht sonderlich außergewöhnlich war, sondern wegen der Sprache. Es war das erste Buch, bei dem ich bewusst wahrgenommen habe, dass es schön geschrieben ist. Christopher Zimmer war danach jahrelang mein großes Vorbild.

 

2. Terry Pratchett: Die Scheibenwelt-Reihe

Okay, das ist kein einzelnes Buch, aber ignorieren wir das mal gerade. Als ich meinen ersten Scheibenwelt-Roman durch hatte, habe ich jahrelang versucht zu schreiben wie Pratchett.

 

3. Robert Asprin: Dämonen-Reihe

Ebenfalls lustige Fantasy. Ich hatte eine Weile einen ziemlichen Hang dazu. Die Dämonen-Reihe hat mir das Konzept der Dimensionsreisen nähergebracht.

 

4. Phillip José Farmer: Die Welt der tausend Ebenen

Das ist einer der vielen abstrusen SF-Romane, die ich im Regal meines Vaters gefunden habe. Ich mochte ihn so gerne, dass ich ihn später, als mein Vater mal ausgemistet hat, gerettet und behalten habe. Im Prinzip war das ganze auch mehr Fantasy als SF. Kein Mensch würde so was heutzutage noch herausgeben, weil man es nicht klar in eine Schublade schieben kann. Aber ich mag Geschichten mit abstrusen Weltenentwürfen.

 

5. Jonathan Stroud: Barthimäus-Trilogie

Schon wieder lustige Fantasy, aber mit einer sehr guten Mischung von einem lustigen Erzählstil mit einem eigentlich ernsten Thema. Das mochte ich an diesen Büchern am liebsten.

 

6. Alan Campbell: Scar Night

Das ist, glaube ich, der erste düstere Fantasy-Roman, den ich je gelesen habe. Und das noch bevor düstere Fantasy so richtig in wurde.

 

7. Neil Gaiman: American Gods

„American Gods“ hat mich lange zu der Annahme verleitet, unter Urban Fantasy verstehe man genau so etwas. Ich war ziemlich enttäuscht, als ich festgestellt habe, wie sehr ich mich geirrt habe.

 

8. Mika Waltari: Sinuhe, der Ägypter

Ich wette, das hat nach den ganzen Fantasy-Titeln niemand mehr erwartet. Aber ich hab neben Fantasy früher auch haufenweise historische Ägypten-Romane gelesen.

Dieses Buch ist der Grund, warum ich meine Abschlussprüfung in Äygptologie über den originalen, altägyptischen Sinuhe gemacht habe.

 

9. Marion Zimmer Bradley: Darkover

Eine Weile habe ich die Darkover-Bücher von Marion Zimmer Bradley verschlungen. Am liebsten mochte ich die mit weniger Sex und mehr coolen Fähigkeiten. Ich bin immer noch der Meinung, dass es mehr moderne Geschichten geben sollte, in denen SF und Fantasy auf diese Art vermischt wird.

 

10. Sergei Lukianenko: Spektrum

Die „Wächter der Nacht“-Romane von ihm haben mich nicht so sehr vom Hocker gerissen, aber seinen SF-Romane mag ich sehr gerne. Großes Raumschiffgeballer war bei Büchern nie so mein Ding. Ich mag den philosophischen Ansatz, den Lukianenko hat, auch wenn seine Enden manchmal fast zu abgehoben werden.

 

Und spätestens in einer Stunde fällt mir sicher irgendein total wichtiges Buch ein, das ich hier vergessen habe.

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