Nicht zuende gelesene Bücher

Irgendwie habe ich in letzter Zeit keine Geduld mehr mit Büchern. Ich komme so selten zum Lesen, dass ich diese Zeit nicht darauf verwenden will, etwas zu lesen, das mir keinen Spaß macht. Deshalb habe ich inzwischen ein paar Bücher hier herumliegen, die ich zwar angefangen, aber nie beendet habe. Das ist relativ ungewöhnlich für mich. Das ist der Stapel:

Von unten nach oben …

„Libriomancer“ von Jim C. Hines
Im Prinzip ist die Grundprämisse ziemlich cool. Es gibt Magier, die aus Büchern alles herausholen können, das durch das kleine Fenster passt, das die Buchseiten bilden.
Was diese Prämisse für mich getötet hat, ist die Tatsache, dass der Autor sich dabei größtenteils auf schlechte Bücher zu beziehen scheint. Alte, trashige SF und „Twilight“, um genau zu sein. Alte, trashige SF allein wäre vielleicht noch gegangen, aber der Roman beginnt damit, dass der Protagonist von Twilight-Vampiren angegriffen wird (Vampirus Meyerii, oder so, werden die genannt). Danach habe ich versucht, ihn als Parodie zu lesen, aber dafür ist er wieder zu ernst.

„Krampus the Yule Lord“ von Brom
Ich mochte „Der Kinderdieb“ vom selben Autor. Aber ich mag den Protagonisten in „Krampus“ nicht. Wirklich gar nicht. Ich wünsche mir, er würde sterben und jemand Vernünftiges würde seinen Platz einnehmen. Dann wäre die Geschichte richtig gut. Eigentlich hatte ich vor, das Buch noch ein Stück weiterzulesen, aber irgendwie hatte sich dann ein anderes in meine Tasche geschlichen.

„The Windup Girl“ von Paolo Bacigalupi
Ich nehme mir immer vor, dieses Buch noch fertig zu lesen, aber tue es dann nicht. Es ist im Prinzip echt faszinierend und spielt in einer Zukunft, in der es kein Öl mehr gibt, verschiedene Krankheiten alle möglichen Pflanzen dahingerafft haben und die Weltwirtschaft mehr oder weniger zusammengebrochen ist.
Dummerweise werde ich mit den Charakteren nicht warm und interessiere mich nicht sonderlich für ihre Probleme. Und die Welt allein sorgt nicht unbedingt dafür, dass ich dringend wissen will, was weiter passiert.

„Das Haus – House of Leaves“ von Mark Z. Danielewski
Das will ich auch schon seit Jahren fertig lesen. Im Prinzip habe ich es wirklich gerne gelesen. Die Art, wie es geschrieben und erzählt ist, ist total faszinierend. Die Art, wie es gesetzt ist, ist ebenfalls total faszinierend. Es wäre großartig, wenn es einfach so um die 200 Seiten hätte. Leider hat es ein paar mehr, und weil es so ungewöhnlich geschrieben und gesetzt und erzählt ist, wird es auf Dauer sehr anstrengend zu lesen.

2 Gedanken zu „Nicht zuende gelesene Bücher

  1. Krampus liegt auch noch unfertig hier rum. Ich habe mich bis kurz vor Ende durchgelesen. Immer in der Hoffnung, ich würde mit Krampus noch warm werden. No Way. Nachdem was du schreibst, gebe ich dem Kinderdieb vielleicht eher eine Chance.

  2. Da könnte ich auch noch ein paar in die Runde werfen. „Vom Tode verwest“ von Jesse Bullington. Es zieht sich einfach irgendwie so sehr, dass ich es immer wieder weglege.
    „Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte“ von Oliver Sacks. Hochinteressant, aber auch so medizinisch, dass es anstrengend zu lesen ist.
    „Der 100jährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. Ich komme mit dem Stil einfach nicht zurecht, was mich schon fast ärgert.
    Dazu kommen Unmengen gar nicht angefangene Bücher, auch nicht besser. Und trotzdem wird immer fleißig weiter gekauft für den Stapel. 😎

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