Mad Max

Ich habe heute zum ersten Mal in meinem Leben einen Mad Max Film gesehen. Den zweiten um genau zu sein. Ich dachte mir einfach, bevor ich „Fury Road“ gucke, sollte ich die alten Filme vielleicht mal gesehen haben. Aber René meinte, der erste sei so grauenhaft, dass man vielleicht mit dem zweiten anfangen sollte.
Ich habe ein paar Fragen:

1. Wenn es in dieser Welt kaum noch Benzin gibt, warum fahren die alle Auto? Die Menschheit ist Jahrtausende ohne Benzin ausgekommen. Es ist nicht so, als würde das allgemeine Überleben davon abhängen, oder so was.

2. Was ist das mit diesen Leder-Fetish-Klamotten? Haben die bei den Dreharbeiten kurzfristig noch neue Kostüme für die Bösewichter gebraucht, und der einzige Laden, der noch aufhatte, war ein Sexshop?

3. Ich bin mir nicht sicher, ist der Film volltändig ernst gemeint oder nicht?

Ansonsten … die Szene, in der der Hund diesen Nerd-Typen mit der Schrotflinte bedroht hat, war eindeutig das Beste am ganzen Film.

10 Gedanken zu „Mad Max

  1. Zu 1) Es fahren nicht alle Autos, sondern nur noch die „Mächtigen“ bzw. deren Schergen. Vielleicht noch irgendwelche „Busse“ div. verbleibenden Dörfer. Also fast niemand mehr. Max ist der letzte der gegen die Schergen hält (bzw. sich schnell davon stiehlt – er ist ja nun ein gebrochener Cop); aber auch seine fahrende Zeit ist fast vorbei (s. Interceptor-Ende in Film-Mitte).

    Zu 2) Max trägt grob reparierte Überbleibsel seiner Cop-Uniform. Seine Häscher tragen ihre Gang-Outfits, die u.a. Andere einschüchtern sollen.

    Zu 3) Nein. Es geht eher darum, ein post-apokalyptisches Märchen zu erzählen. Mit einem heftigen Schuss Machismo. Und das schafft m.E. der 2. MM-Film von der Ur-Trilogie am besten. Das mit dem Machismo wird ja noch extrem übersteigert im neuen Film – durch eine ein-armige Frau! Onse nommer-een-cherry Charlize! ❤

    Ich fand den Moment, wo das Sand fließt, am besten… Und allgemein: Maxens abgehobene Desinteressiertheit; und dass dieses Auto noch immer einen weiteren überraschenden Schalter hat! 😀

    • 1. In dem ganzen Film kommt keine einzige Person vor, die keinen Zugang zu einem fahrbaren Untersatz hätte. Das meine ich. Ich habe schon verstanden, dass die Welt so aussehen soll, dass es nur noch wenige Leute gibt, die mit Autos fahren können. Trotzdem besteht praktisch die Hälfte des Films aus Auto-Verfolgungsjagden oder zeigt Leute, die scheinbar fast vollständig das Laufen verlernt haben, weil sie selbst kürzeste Strecken nur mit dem Auto oder dem Motorrad zurücklegen. Ich fand das lustig.

      2. Gut zu wissen, dass die Outfits einschüchternd aussehen sollten … Ich war ein bisschen davon abgelenkt, dass man dem Typen mit dem roten Iro praktisch die ganze Zeit auf den blanken HIntern gucken konnte …

      3. Gut, dass wir das geklärt haben 😉

      • Der Iro war die erwachsene Variante des „feral child“ – sollte also der fleischgewordene Animus der Gang sein. Nach den Motto: Wer braucht Kleidung… Oder sowas.

          • Öhm, wir haben die Grenze meines Erinnerungs-Zusammenfass-Caches für einen Hollywoodfilm überschritten… Out of memory… Muss mir den Film also jetzt nochmal reinziehen. Ein‘ Moment! 😉

            • So… fertig erneut angeguckt! (Wenn man eine tolle Videothek in der Näher hat… :p) Der im pinken Cadillac war ja nur ganz kurz dran – dann wurde mit dem P.C. spießbürgerliches-verachtend abgerechnet! — Bei der Rosahaftigkeit & mittels einiger anderer Gegebenheiten kam mir aber beim Gucken – inzwischen Jahrzehnte später, als etwas älterer Herr – noch eine andere, etwas weniger angenehme, Idee: In den Achtzigern wurde ja – evtl. gerade in Australien – Schwulsein verpönt; ob also die „Bösen“ etwas unsympathischer gemacht werden sollten durch das Rosa’ne & (u.a.) dem anfänglichen Beisammensein von dem Wilden Iro-Mann & seinem blonden „boytoy“? Kann ich mir (leider) fast vorstellen. Das würde auch ein wenig das mit der Fetischkleidung inkl. dem Zeigen viel männlicher Haut ansatzweise erklären. — Oder das war einfach wie australische Kostümiererinnen sich (britischen?) Punk vorstellten – igitt!

              • Ich würde mich der Schwulentheorie anschließen 😉 Hab den Film auf Englisch mit englischen Untertiteln geschaut (da ich immer gerne im Originalton schaue, aber so meine Probleme habe, nuschelnde Schauspieler immer richtig zu verstehen). Da gibt es eine Stelle, an der Humungus seine Leute anfeuert und man im Ton im Prinzip gar nichts versteht. Aber im Untertitel nennt er sie seine „gayboys“.

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