X-Men: Apocalypse

Dieses Wochenende haben René und ich „X-Men: Apocalypse“ gesehen. Und er war ganz nett. Das Problem mit Apocalypse ist einfach nur, dass er für sich gesehen keine sonderlich spannende Persönlichkeit ist. Er ist halt voll für das Überleben des Stärkeren und das ganze Zeug, und das war’s. Deshalb haben sie wahrscheinlich auch Magneto zu einem der vier Reiter gemacht, damit es zumindest einen Antagonisten gibt, mit dem man sinnvolle philosophische Diskussionen führen kann. Was wäre schon ein X-Men-Film ohne philosophische Diskussionen?

Ansonsten hatten René und ich viel Spaß beim lustigen Mutantenraten, das darin bestand, dass René versucht hat, anhand des eingeblendeten Orts vorauszusagen, wer gleich seinen ersten Auftritt haben würde (Berlin – Nightcrawler, Kairo – Storm). Und beim Storyelemente-Raten, das darin bestand, dass wir generell versucht haben vorauszusagen, welche X-Men-Storyelemente sie diesmal verwenden würden. (Phoenix zum Beispiel, und die Sache mit Magnetos Familie.)
Ich fürchte, wir haben beide zu viele X-Men-Comics gelesen, als dass irgendjemand, auf den nicht dasselbe zutrifft, Spaß daran hätte, mit uns entsprechende Filme zu gucken.

Als sie schließlich beim Alkali Lake an der großen Metallkiste vorbeigekommen sind, war mein erster Kommentar: „Och nö, sag nicht, dass die schon wieder Wolverine da drin haben! Das ist jemand anderes, oder?“ (Ich meine, es ist ja nicht so, als wäre Wolverine die einzige Person im ganzen verdammten Weapon-Programm gewesen. Wenn man sich die Liste der Testsubjekte anschaut, dann könnte man sogar fast meinen, dass fast jeder zweite Marvel-Superheld irgendwann bei Weapon angefangen hat, genauso wie ja auch fast jeder Marvel-Superheld irgendwann mal Mitglied der Avengers war.)
Aber natürlich war’s Wolverine. Ich weiß nicht, wo diese Drang herkommt, in jedem X-Men-Film krampfhaft Wolverine drin haben zu müssen. Vor allem wenn man dafür die halbe Weapon-X-Hintergrundgeschichte in 5 Minuten abhandeln muss. Echt jetzt?

Zuletzt gibt es aber auch ein paar positive Dinge zu sagen. Alle Szenen mit Quicksilver sind immer großartig. Mystique war ziemlich cool. Und Storm mit Iro ist ganz prinzipiell die beste Version von Storm, die es je gab.

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