Dinge, die vielleicht irgendwann in einem Roman landen

Manchmal habe ich so Momente, in denen ich inne halte und mich frage, wann mein Leben eigentlich so seltsam geworden ist.

Eigentlich wollte ich hier ja noch mehr von Brasilien erzählen, aber dann hat der wahnsinnige Ex-Freund einer Nachbarin dafür gesorgt, dass die Woche etwas turbulenter wurde als gedacht. Es fing damit an, dass die Polizei am Morgen klingelte und wissen wollte, ob wir etwas gesehen habe (hatten wir nicht), und die Katzen besagter Nachbarin vorerst unerwartet unversorgt zurückblieben. Und eigentlich hatte ich nur sichergehen wollen, dass jemand die beiden füttert. Wie ich mir wünschen würde dass das jemand tut, sollte René und mir mal irgendwas passieren. Und eigentlich hätte die Sache erledigt sein sollen, als ich herausgefunden habe, dass beide bei einer anderen Nachbarin untergekommen sind.

Dann ist die kleinere, scheuere über den Balkon besagter Nachbarin abgehauen und verschwunden und die meinte nur so: „Also, die finden wir wohl nicht mehr wieder.“

Nur für den Fall, dass das irgendwann mal relevant wird: Sollte je irgendjemand meine Katzen verschliert, sähe ich es wirklich gerne, wenn er ein bisschen mehr tut als einmal kurz mit der Taschenlampe ins Gebüsch zu leuchten und dann zu erklären, dass man die sicher nicht wiederfindet.

Also, Futter unten hingestellt, Falle vom Tierheim ausgeliehen, die halbe Woche mit der Falle auf der Lauer gelegen. (Was ich jetzt weiß: Der W-Lan-Empfang auf dem Balkon ist besser als in meinem Arbeitszimmer und mitten in der Nacht ist es da draußen sogar ruhig genug, dass man gut arbeiten kann.)

Und violà:

Nun kann ich der Liste meiner Lebenserfahrungen hinzufügen, dass ich schon mal erfolgreich ein kleines Tier in einer Lebendfalle gefangen habe. Und irgendwann landet das sicher in irgendeinem Roman.

3 Gedanken zu „Dinge, die vielleicht irgendwann in einem Roman landen

  1. Ein Happyend? Hast Du die Katze jetzt behalten? Was wird da wohl für ein literarisches Tier draus?
    Dämonen eines verschollenen Schwarzmagiers sollte auch nicht verhungern müssen …

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