Blödsinn am Sonntag

Wie wahrscheinlich so ziemlich alle heute haben René und ich beim Abendessen über Politik geredet. Es ging gerade um die Nutzlosigkeit vieler Dinge, die Politiker tun. Gleichzeitig gab es Futter vom Pizzaservice, und irgendwann war ich damit beschäftigt, relativ lustlos in meinem Salat herumzustochern.

René: „Das ist Grünzeug.“
Ich: „Echt? Bist du dir da sicher? Ich verlange, dass das von einem unabhängigen Gremium geprüft wird!“
René: „Salat hat es so an sich, Grünzeug zu sein. Indem du ihn bestellt hast, hast du dich dazu bereiterklärt, heute Abend ein Herbivore zu sein.“
Ich: „Ich glaube erst, dass Salat eine Feldfrucht ist, wenn mindestens 10.000 Euro Steuergelder dafür ausgegeben wurden, das genauestens wissenschaftlich zu erforschen.“
René: „Was soll er sonst sein?“
Ich: „In Wirklichkeit hält eine geheime Verschwörung der Bauern seit Langem geheim, dass es sich bei Salatköpfen um die Köpfe bisher unentdeckter, unterirdisch lebender Wesen handelt. Manchmal wollen sie wissen, was draußen vor sich geht …“
René kriegt langsam diesen skeptischen Blick: „Und dann strecken sie alle auf einmal die Köpfe raus, und das nennt man dann Salatfeld?“
Ich nickend: „Genau. Das ist wie bei den Lemmingen.“

So viel dazu. Morgen gibt es dafür wieder eine richtig sinnvolle Ankündigung.

Was man als Autor zu hören bekommt

Meine Postingfrequenz hier ist momentan wirklich unter aller Sau. Ich verspreche Besserung, sobald ich „Beyond“ fertig habe. Über die Hälfte ist schon geschafft.

Bis dahin hier eine Beobachtung:

Wenn die Leute erfahren, dass man nicht nur schreibt, sondern damit Geld verdient, lassen sie sich oft zu … sagen wir relativ lustigen Bemerkungen hinreißen. Ungeschlagen auf Platz 1 der Häufigkeit steht dabei: „Und davon kann man leben?“

Was mir in letzter Zeit interessanterweise auch recht häufig begegnet ist, ist etwas in der Richtung von „Da muss man ja viele Ideen haben.“ oder „Da braucht man ja viel Kreativität.“
Das bringt mich immer ein bisschen in Schwierigkeiten, weil ich nicht weiß, was ich höflicherweise darauf antworten soll (immerhin meint das ja niemand böse). „Ja, das ist Teil der Jobbeschreibung“ klingt schon ein wenig spöttisch, ist aber das Beste, was mir einfällt.

Aber was ist das auch für eine Bemerkung? Ich frage mich, ob andere künstlerische Berufe so was auch zu hören bekommen.

„Ich bin Zeichner.“
– „Da müssen Sie ja gut zeichnen können.“

„Ich bin Musiker.“
– „Da braucht man sicher ein großes musikalisches Talent.“

Irgendwie könnte ich mir das sogar vorstellen.

Versprechen an den Leser

Seit Wochen liegt hier „Die Insel der besonderen Kinder“ herum mit einem Lesezeichen mitten im Showdown, und ich komme nicht dazu, es fertig zu lesen. Aber ich habe mir Gedanken dazu gemacht.

Das Buch hält nämlich nicht, was es verspricht.
Die Handlung läuft folgendermaßen:
Der Großvater der Protagonisten hat immer von einem Kinderheim erzählt, in dem er früher gelebt hat und in dem es angeblich Kinder gab, die alle besondere Fähigkeiten hatten. Das Ganze kann man sich ein bisschen wie bei den X-Men vorstellen … nur halt mit Kindern und während des 2. Weltkriegs. Außerdem hat er von gruseligen Monstern erzählt, gegen die er im Krieg gekämpft hat.
Irgendwann stirbt er unter mysteriösen Umständen, und unser Protagonist erhält den Eindruck, dass das mit diesen gruseligen Monstern zu tun hat, aber natürlich glaubt ihm keiner.
Irgendwann erhält er die Möglichkeit, dieses alte Kinderheim aufzusuchen. Und dann gibt es Zeitschleifen, Kinder mit besonderen Fähigkeiten und gruseligen Monster.

Der ganze Roman ist weit über die Hälfte relativ ruhig. Der Protagonist zweifelt an seinem Verstand, findet alte Fotos und alte Briefe, muss Rätsel lösen und unheimliche alte Häuser durchstöbern und sein Weltbild neuen Erkenntnissen anpassen … Ich hatte erwartet, dass es dabei bleibt. Es war ja bisher nett so. Es tut sich auch innerhalb des Kinderheims ein interessanter Konflikt auf, der eine Auflösung mithilfe des Lösens von Rätseln und dem Ändern diverser Weltbilder ermöglicht hätte. Es hätte so eine „Seid ihr sicher, dass ihr wollt, was ihr habt?“-Sache werden können, und sicher hätte man die gruseligen Monster da auch irgendwie untergebracht und sicher hätte man da auch ein bisschen kämpfen können. Aber eben nur ein bisschen.
Stattdessen allerdings schwenkt der Plot plötzlich um, als hätte sich der Autor gedacht: „Hey, ich habe ja bisher kaum Action. Das muss ich wieder wett machen!“
Also wird der gerade etablierte interessante Konflikt beiseite geräumt, und die gruseligen Monster bedrohen die Existenz der gesamten Welt. Und dann wird gekämpft.

Das Lesezeichen steckt daher nicht nur schon so lange mitten im Showdown, weil ich wenig Zeit habe, sondern auch, weil das Buch abrupt aufgehört hat, für mich spannend zu sein. Nichts gegen Geschichten, in denen die Welt gerettet werden muss, wenn man das spannend macht. Aber dieses Buch hat mir versprochen, etwas anderes zu sein, und dann hat es mir eine lange Nase gedreht und ist doch genau das geworden.

Wie gesagt, ganz fertig habe ich es noch nicht gelesen. Es fehlen vielleich noch 50 Seiten. Vielleicht kriegt es noch mal die Kurve. Aber viel Zeit hat es dafür nicht mehr.

Das Ganze hat mir auf jeden Fall mal wieder vor Augen geführt, wie wichtig es ist, am Ende eines Romans zu halten, was der Anfang verspricht.
Außer natürlich, man hat eine echt coole Idee, wie man die Erwartungshaltung des Lesers komplett umkrempeln kann, so dass er am Ende dasitzt und sich denkt: „Wow, das war ziemlich genial.“
Das kriegt „Die Insel der besonderen Kinder“ aber ganz eindeutig nicht hin.

Ein neues Genre

Ich habe gerade zusammen mit René ein neues Genre erfunden. Das Gespräch ging ungefähr so:

Ich: „Ich find’s gut, dass der Kater nicht mehr so oft den Schwanz hängen lässt. Ich hab gelesen, das bedeutet, dass er traurig ist.“
René im Pre-Kaffee-Koma: „Hmmm …“
Ich: „Ich frag mich, weshalb er traurig ist.“
René: „Tja …“
Ich, um zu testen, ob er es überhaupt mitkriegt, wenn ich anfange, seltsames Zeug zu reden: „Vielleicht trauert er einer Geliebten nach.“
René schaut skeptisch.
Ich: „Wahrscheinlich hat er mit einem anderen Kater um sie gekämpft, deshalb hat er diese Narbe an der Schnauze.“*
René: „West Side Story für Katzen?“
Ich: „Irgendwie so was.“
René: „Und du schreibst demnächst einen Katzenroman, der kein Abklatsch von Felidae ist, sondern ein Drama?“
Ich: „Das wäre eigentlich noch was. Würde sicher voll der Erfolg.“

Aber jetzt ernsthaft. Viele Leserinnen mögen Katzen und viele Leserinnen mögen Familiendramen oder Liebesdramen oder was auch immer. Ist noch niemand auf die Idee gekommen, das mal zu kombinieren? Ich bin mir sicher, ich habe gerade einen neuen Trend geschaffen 😉

Übrigens, hier ist die Geschichte unseres Katers, wie ich sie mir vorstelle:

Er war ein junger und übermütiger Straßenkater. Eines Tages beobachtete er, wie eine ebenso junge und hübsche Katzendame von einem alten Kater belästigt wurde. Er rettete sie. In dem Kampf erhielt er die Narbe. Eine Liebesgeschichte entspann sich.
Aber dann, eine Tages sagte ihm die junge und hübsche Katzendame, dass sie eigentlich lieber mit dem alten Kater zusammen sein wollte. Der habe einfach mehr Biss und Erfahrung und sei so unglaublich männlich. Aber, sagte sie, man könne ja Freunde bleiben.
Lockheed (also unser Kater), tat das einzig Vernünftige: Er sagte ihr, sie könne ihn mal, und ging. Einsam und mit gebrochenem Herzen wanderte er in den Sonnenuntergang …
… und wurde von irgendwelchen Leuten aufgesammelt, die ihn ins Tierheim brachten. Dort schnitt man ihm nicht nur die Eier ab, zu allem Überfluss teilte man ihm auch noch mit, dass seine Freundin ihn mit Katzen-Aids angesteckt hatte.**
Er wurde also mit anderen Aids-Katern in eine kleine Box gesteckt. Irgendwann kam auch noch eine kleine Zicke dazu.***
Nach einem halben Jahr erschienen schließlich zwei Menschen und nahmen ihn und die kleine Zicke mit. Aber sein Herz war immer noch gebrochen. Er versuchte es mit der kleinen Zicke, aber die wollte nur das Eine: Fangen spielen. Und raus durfte er auch nicht mehr. Allerdings, nach anfänglichen Schwierigkeiten, während derer er unter anderem eine Masterpieces Transformers-Figur dazu überredete, sich in einen frühzeitigen Tod zu stürzen, raufte er sich schließlich mit einem der beiden Menschen zusammen: René. Eine wunderbare Männerfreundschaft entstand. Inzwischen kann man die beiden oft bei einem Bier und einer Zigarette auf dem Balkon zusammensitzen sehen.****
Manchmal starrt Lockheed noch aus dem Fenster und denkt an seine verflossene Liebe. Aber ganz langsam kommt er über sie und ihren Verrat hinweg.

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* Unser Kater hat so eine Assassin’s Creed Narbe. Wahrscheinlich schleicht er nachts heimlich raus und tötet Templer-Katzen.

** Eigentlich wird Katzen-Aids eher durch Bisse übertragen, aber ich berufe mich hier auf die künstlerische Freiheit.

*** Hetty. Sie hat drei Modi: Zickig, nervig und zum Umfallen niedlich.

**** René trinkt das Bier und raucht die Zigarette, was dachtet ihr denn?

Dinge und Cyberpunk

Es passiert gerade haufenweise Zeug, über das ich noch nicht reden kann, was ein bisschen frustrierend ist. Auf jeden Fall sorgt es dafür, dass dieses Jahr und der Anfang des nächsten Jahres schon wieder komplett verplant sind, was mich sehr freut.

Ansonsten ist gerade eine Übersetzung fertig geworden, und mit dem Schreiben von Beyond bin ich am Ende von Band 2. Cyberpunk zu schreiben ist übrigens sehr faszinierend. Meine Zukunftvision unterscheidet sich doch deutlich von den Klassikern des Genres. Das liegt einfach daran, dass die Klassiker schon ein paar Jährchen alt sind, und ich nicht einfach Ideen übernehme, sondern aus der Gegenwart extrapoliere, wie die Zukunft aussehen könnte. Und von unserer Gegenwart aus gesehen ist die Möglichkeit, sich direkt übers Hirn in irgendeine Art von Cyberspace einzustöpseln, immer noch nicht in Sicht. Dafür haben wir W-Lan, Smartphones, Google-Glasses und die Paranoia der NSA. Ich bin auf jeden Fall schon gespannt, was die Leser zum Endergebnis sagen werden.

Irgendwer sollte mich übrigens daran erinnern, nie wieder Kapitel mit Kapitelüberschriften zu versehen, die über die Kapitelnummer hinausgehen. Ich habe immer noch eines, das provisorisch „Das Geräusch, verursacht durch den Aufprall eines Schädels auf der Windschutzscheibe, das leider kein Traum ist“ heißt, weil mir kein richtiger Titel einfällt.

Neuzugang

Wie ich schon mal geschrieben habe, sammle ich Bücher, die ich eigentlich nur gelesen habe, weil ich ein Gutachten dazu schreiben musste, die ich dann aber ziemlich gut fand.

Das hier ist die neueste Ergänzung der Sammlung:

Sieht total hässlich aus, ist aber eines der seltsamsten Jugendbücher, die ich je gelesen habe – und das meine ich positiv.
Das ist der Klappentext:

There’s a dead girl in a birdcage in the woods. That’s not unusual. Isola Wilde sees a lot of things other people don’t. But when the girl appears at Isola’s window, her every word a threat, Isola needs help.

Her real-life friends – Grape, James and new boy Edgar – make her forget for a while. And her brother-princes – the mermaids, faeries and magical creatures seemingly lifted from the pages of the French fairytales Isola idolises – will protect her with all the fierce love they possess.

It may not be enough.

Isola needs to uncover the truth behind the dead girl’s demise and appease her enraged spirit, before the ghost steals Isola’s last breath.

Aber der Klappentext wird dem Buch nur bedingt gerecht. Es ist eine der Geschichten, die zwei Ebenen haben und nicht nur etwas erzählen, sondern auch etwas aussagen. Und es ist ein Jungendbuch für Mädchen mit einer unkitschigen Liebesgeschichte, die nur am Rande eine Rolle spielt, und einer Menge ziemlich makabrer Stellen.

Ich lebe noch

Ich glaube, das ist die längste Zeit, die ich diesen Blog je so vernachlässigt habe. Asche über mein Haupt.
Allerdings lebe ich auch in wahnsinnigen Zeiten. Der erste Band von Beyond ist gerade fertig geworden. Die nächsten Dorian Hunter-Exposés werden hoffentlich heute noch fertig. Und dann ist da noch eine Übersetzung, die meiner Aufmerksamkeit bedarf.
René bekommt mich kaum noch zu Gesicht. Manchmal bringt er mir Tee, selbst wenn er dabei vor für einen Kaffeetrinker ungewohnte Herausforderungen gestellt wird.*

Eigentlich gibt es ein paar Dinge, über die ich gerne etwas schreiben würde. Beispielsweise diesen Kommentar zu aktuellen politischen Ereignissen.
Oder die Tatsache, dass „Der Name des Windes“ eine Fernsehserie werden soll.
Aber ich fürchte, daraus wird erst mal nichts. Jetzt kommt erst mal Teil 2 von Beyond.

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*Beispielsweise Teebeutel, bei denen das Papierstückchen am Ende der Schnur in die Papierumwickelung des Teebeutels integiert ist, so dass man es vorsichtig heraustrennen muss. Irgendwann höre ich ihn in der Küche fluchen. Dann kommt er zu mir rüber.
Er: „Die Teebeutel sind hinterhältig.“
Ich: „Wegen diesem Papierdings?“
Er: „Ich hab die Schnur jetzt einfach abgerissen. Du hättest mich warnen müssen.“
Ich: „Ich konnte doch nicht ahnen, dass du versuchst, das Problem mit Gewalt zu lösen.“
Er: „Wenn sich ein Problem nicht durch dran ziehen lösen lässt, dann ziehst du nicht fest genug!“

Über das Freiberuflerdasein

Ich werde manchmal gefragt, wie man Lektor wird, wie gut man davon leben kann und wie das mit dem Freiberuflerdasein eigentlich funktioniert. Ich erzähle dann immer, wie es für mich funktioniert, denn es funktioniert für jeden ein wenig anders. Bisher habe ich nur eine Sache ausmachen können, die wirklich universell zu sein scheint:

Wenn man nicht gerade supererfolgreich mit einer Sache ist und die Leute einem Geld dafür hinterherwerfen, dass man sie tut, dann sollte man als Freiberufler mehr als eine Sache tun.
Ich habe eine Excel-Tabelle, in die ich immer eintragen, was ich womit verdiene, und die hat momentan sechs Reiter: Lektorat, Romane, Gutachten, Artikel, Übersetzungen, Sonstiges.
Letztes Jahr stand die bei Weitem größte Summe bei Lektorat, und Übersetzungen gab es noch nicht. Dieses Jahr steht die bei Weitem größte Summe bisher bei Romane. Ich bin mir gar nicht so ganz sicher, wie das passiert ist, abgesehen davon, dass ich vielleicht nicht ganz so viel Energie in den Versuch gesteckt habe, Lektoratsaufträge zu bekommen. Würde ich nur lektorieren, hätte ich mich da wahrscheinlich mehr bemüht. Die Frage wäre natürlich, ob diese Bemühungen von Erfolg gekrönt gewesen wären. Vielleicht hätte ich ohne das Schreiben ziemlich dumm dagestanden, die Katzen hätten hungern müssen und die letzte Stromrechnung (die ein bisschen gruselig war) hätte eine Katastrophe dargestellt. Genauso wie ich letztes Jahr ohne das Lektorieren ziemlich dumm dagestanden hätte und womöglich aus purer Verzweiflung hätte anfangen müssen, Arztromane zu schreiben, oder so.
Deshalb sollte man immer einen Ausweichplan B, C, D, E und F haben.

Wusstet ihr …

… dass es eine Ordnungswidrigkeit darstellt, sich später als eine Woche nach dem Umzug umzumelden? Ich habe es irgendwie geschafft, dreimal umzuziehen, ohne das zu wissen. Jetzt hat mich eine nette Mitarbeiterin des Bürgeramtes darauf hingewiesen, indem sie mein verbrecherisches Tun gemeldet hat. Das erklärt dann auch, warum sie mich während des Gespräches so seltsam angesehen hat …

Danach folgte ein etwas seltsames Telefongespräch mit einer öffentlichen Stelle.

Ich: „Ist das ein Scherz?“
Er: „Nein.“
Ich: „Ich schätze, dass ich nicht wusste, dass dieses Gesetz existiert, zählt nicht?“ (Ich weiß, dass es nicht zählt. Ich wollte es nur versucht haben. Ich dachte, er antwortet einfach wieder Nein und sagt mir dann, wie viel Geld ich der Stadt schulde. So kann man sich irren …)
Er: „Das hätten Sie wissen müssen.“
Ich, weil ich einer sinnlosen Diskussion einfach nicht widerstehen kann: „Woher hätte ich das wissen sollen? Ich meine, das steht sicher irgendwo. Aber Gesetzestexte sind nicht gerade spannend oder leicht zugänglich und es gibt eine ganze Menge davon. Ich bin nie übers Grundgesetz hinausgekommen.“*
Er: „Ähm … na ja … das … das hätten Sie sich denken können! Der Post sagen Sie doch auch gleich Bescheid, wenn sie umziehen!“
Ich widerstehe tapfer der Versuchung, darauf hinzuweisen, dass es mir wichtiger erschienen war, meine Briefe zu bekommen, als die neue Adresse auf dem Perso stehen zu haben, und dass ich schon früher vorbeigekommen wäre, wenn das Bürgeramt, genau wie die Post, die ganze Woche durch täglich länger als 2 Stunden geöffnet hätte: „Ah … was auch immer … Wie viel schulde ich der Stadt jetzt?“

Ich hoffe, die tun etwas Sinnvolles mit meinem Geld.

Ansonsten sehe ich langsam wieder Land. Ein Lektorat ist beendet, der Macabros-Roman ist so gut wie geschrieben und der nächste Dorian Hunter-Band geht demnächst an den Verlag. Jetzt steht nur noch ein Lektorat an, und dazu das unglaublich coole Projekt, über das ich noch nichts verrate. Dann kommen ein paar Übersetzungen und … genau genommen weiß ich so ungefähr schon, was ich für den Rest des Jahres machen werde.

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*Das ist ein bisschen wie mit der Bibel. Ich bin nie über die Genesis hinausgekommen, dann habe ich zur Offenbarung vorgeblättert. Den Rest habe ich so nebenher mitbekommen. Aber über die Bibel lernt man in der Schule irgendwie mehr als über Gesetzestexte. Das sollte einem zu denken geben.

Deutscher Phantastik Preis

Die Finalisten für den Deutschen Phantastik Preis stehen fest, und Christian Humberg und ich sind mit „Sorge dich nicht, beame!“ in der Kategorie Bestes Sekundärwerk nominiert.
Wer dafür sorgen möchte, dass wir den Preis gewinnen, klicke obigen Link und dort dann auf „Hier geht’s zur Hauptrunde …“, um abzustimmen. Wir versprechen, uns eine möglichst unterhaltsame Dankesrede auszudenken 😉

Übrigens, wer noch nicht weiß, für wen er in den diversen Kategorien stimmen sollte, dem möchte ich ein paar Kollegen ans Herz legen, deren Arbeit ich sehr schätze. Beispielsweise T.S. Orgel mit „Orks vs. Zwerge“ in der Kategorie Bestes deutschsprachiges Romandebüt, Horus W. Odenthal mit „Ninragon“ in der Kategorie Beste Serie und Bernd Perplies mit „Der Automat“ in der Kategorie Beste deutschsprachige Kurzgeschichte.

/Werbeblock Ende 😉

Insgesamt sind die Nominierungen sehr interessant dieses Jahr. In der Markus-Heitz-Kategorie (Bester deutschsprachiger Roman) findet man beispielsweise keine Spur von Markus Heitz. Und auch nicht von den üblichen Verdächtigen wie Bernhard Hennen oder Kai Meyer. Offensichtlich ist es den Leuten zu langweilig geworden, immer wieder dieselben Autoren zu nominieren.