Katzen …

Ahsoka, a.k.a. die kleine schwarze Teufelskatze, hat sich angewöhnt, bei René dieses Lassie-Ding zu machen, wenn sie etwas möchte. Also, sie maunzt, dann geht sie ein Stück von ihm weg, kommt zurück, maunzt noch mal, geht wieder weg. Bis er kapiert, dass sie will, dass er ihr folgt. Dann führt sie ihn zur Quelle des Problems, das sie gerade hat. Meistens ist ihr Problem, dass sie Gesellschaft beim Fressen haben möchte. Manchmal ist ihr Napf auch leer. Manchmal muss er ihr eine Schranktür aufmachen.
Heute kam sie in mein Arbeitszimmer stolziert, René hinter ihr her.

Er, schulterzuckend: „Ich dachte, sie will mir irgendwas Wichtiges zeigen.“
Ahsoka maunzt, springt aufs Fensterbrett und schaut anklagend nach draußen.
Ich: „Vielleicht möchte sie dich darauf hinweisen, dass es stürmt.“
René an die Katze gewandt: „Echt, Soki? Es stürmt? No shit, Sherlock.“
Ahsoka springt vom Fensterbrett, geht zu ihm hin und maunzt ungeduldig.
Ich: „Ich glaube, sie möchte, dass du den Sturm abschaltest. Er macht sie ein bisschen nervös.“
René: „Da überschätzt sie meine Fähigkeiten aber ein bisschen.“
Ich: „Hey, du kannst Schranktüren aufmachen. Woher soll sie wissen, dass Stürme komplizierter sind?“

Überleben ist ein guter Anfang

Noch ein Monat, dann erscheint mein neuer Roman. Oder besser gesagt, der Debütroman meines Frauenromane schreibenden Alter-Egos Andrea Ulmer. Er heißt „Überleben ist ein guter Anfang“ und handelt von einer Gruppe krebskranker Frauen, die eine Weltreise machen und dabei feststellen, dass man trotz tödlicher Krankheit noch Spaß am Leben haben kann.

Die Geschichte hinter dem Roman ist folgende:
Dezember 2015 ist meine Mutter gestorben. Als fünf Jahre zuvor Brustkrebs bei ihr diagnostiziert wurde, hatte der bereits Metastasen gestreut und war nicht mehr heilbar. Sie hat fünf Jahre in dem Wissen gelebt, dass sie eine Krankheit hatte, die sie früher oder später umbringen würde, und sie hat diese fünf Jahre dazu genutzt … möglichst glücklich zu sein, denke ich. Nicht in dem Sinne, dass sie hektisch versucht hätte, eine Liste von Dingen abzuarbeiten, die sie unbedingt noch erleben wollte, sondern mehr auf eine stille Art. Sie hat aufgehört, ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse hinter die anderer Leute zurückzustellen. Sie hat die Dinge gemacht, die ihr Spaß gemacht haben, und immer öfter Nein zu den Dingen gesagt, die sie nicht tun wollte. Sie hat sich mit Leuten umgeben, die sie glücklich gemacht haben, und hat ihrerseits die Leben sehr vieler Menschen positiv beeinflusst.
Anfang 2015 habe ich sie gefragt, ob es okay wäre, wenn ich einen Roman schreibe, in dem ich irgendwie versuche einzufangen, wie sie mit dem Krebs umgeht. Sie mochte die Idee. Sie hat die ersten 100 Seiten noch gelesen. Und während sie schon im Hospiz lag, war mein Agent trotz Nach-Buchmesse-Erkältung eifrig damit beschäftigt, Angebote von Verlagen einzuholen, damit meine Mutter auch den Vertragsabschluss noch miterleben konnte. Das hat sie gerade so. Einige ihrer letzten Worte zu dem Thema waren: „Dann war die ganze Sache hier zumindest für etwas gut.“
(Einige weitere letzte Worte waren: „Hol da so viel raus, wie du nur kannst.“ Weshalb ich mich ganz entschieden nicht dafür schämen werde, dass ich gerade etwas, das meine Mutter auf dem Sterbebett gesagt hat, dazu verwendet habe, ein Buch zu bewerben.)

Ganz ernsthaft hoffe ich, dass dieser Roman vielleicht dem einen oder anderen helfen kann, sich aller Widrigkeiten zum Trotz eine positive Lebenseinstellung zu bewahren. Und im Zweifelsfall hoffe ich, dass er zumindest gut unterhält.

Und wer jetzt neugierig geworden ist (was ich doch schwer hoffe), kann sich auf Vorablesen.de eine Leseprobe zu „Überleben ist ein guter Anfang“ ansehen und eventuell sogar ein Exemplar des Romans gewinnen.
Alternativ kann man ihn aber auch bereits in diversen Online-Shops vorbestellen, wie zum Beispiel Amazon oder bücher.de oder Weltbild.

Jahresendpost

Das Jahr ist fast zu Ende, und ich hoffe, ihr hattet alle schöne Feiertage und viele Geschenke. 2016 war mehr als seltsam, und wir können nur hoffen, dass 2017 besser wird, auch wenn es nicht direkt danach aussieht.
Ich wünsche euch alle einen guten Rutsch.

Rogue One

Wir haben „Rogue One“ gesehen, und ich muss sagen, er war gut. Auf jeden Fall um Längen besser als Episode 7. Angefangen bei der Tatsache, dass die Handlung nicht eins zu eins die Kopie eines bereits existierenden Films war.
Zugegeben, Jyn Erso war als Charakter ein bisschen schwach. Um nicht zu sagen praktisch ohne jede Persönlichkeit. Aber der Rest …

Ich fand es großartig, dass sie es sich getraut haben, die Rebellen als nicht durchgehend gut hinzustellen. Ich mochte einige von den Nebencharakteren echt gern. Den Piloten zum Beispiel, Bodhi. Und den blinden Mönch-Typen und seinen Aufpasser mit dem Maschinengewehr. Als ich die Trailer gesehen habe, dachte ich noch, dass der Blinde nicht so richtig in Star Wars reinpasst, weil er irgendwie ein Jedi ist, ohne ein Jedi zu sein, und das war irritierend. Aber im Film selbst fand ich ihn wirklich faszinierend. Meine Theorie ist, dass er ein ganz junger Padawan war, als der ganze Jedi-Orden zum Teufel gegangen ist, und deshalb nie gelernt hat, die Macht tatsächlich zu nutzen, aber eben das ganze andere Zeug verinnerlicht hat (und seine Jedi-Reflexe beim Kämpfen nutzen kann). Ich mag Charaktere, über deren Hintergrund ich spekulieren kann.

Zuletzt hat mich das Ende des Film beeindruckt. Einfach weil ich nicht dachte, dass sie das wirklich durchziehen.

Akademie der Kommunikation

Gestern war ich zu Gast an der Akademie der Kommunikation. Zum einen für eine Lesung, zum anderen, um mit den Schülern zu sprechen. (Und meinen enormen Wissensschatz an eine neue Generation weiterzugeben. Was auch sonst?) Besonders großartig war dabei die Tatsache, dass der Grafik-Design-Kurs Kunstwerke zu meinem Roman geschaffen hatte. Ein paar davon konnte man auch auf den Plakaten bewundern, die die Lesung beworben haben.

Und schaut euch das an! Ist das nicht cool?

Ist es nicht cool!??

Ahem … wie auch immer. Es hat sehr viel Spaß gemacht.