Brasilien

Überraschung! Ich lebe noch. Ich bin nur unter Bergen aus Arbeit verschwunden. Einer davon rührt daher, dass ich dieses Jahr zweieinhalb Romane schreiben darf (die zweite Hälfte des dritten muss erst 2018 fertig werden). Und einer dieser Romane sorgt dafür, dass ich mich in weniger als einer Stunde auf dem Weg nach Brasilien befinden werde. Auf Recherchereise.

Ich würde gerne behaupten, das hätte irgendwelche großartigen künstlerischen Gründe, aber in Wirklichkeit lief die ganze Sache folgendermaßen:

Als ich Anfang des Jahres meinen Vater besucht habe, war ich gerade mit der Arbeit an einem neuen Exposé beschäftigt. Nur dass es irgendwie noch nicht funktionierte. Es fehlte noch etwas. Meine Lektorin war noch nicht ganz glücklich. Das Leid darüber habe ich meinem Vater geklagt.

Seine Antwort: „Wäre wieder eine Reise nicht eine Idee? Es würde auf jeden Fall gut zur Geschichte passen.“
Ich musste ihm zustimmen, war aber noch skeptisch: „Wohin?“
Er überlegte kurz, zuckte dann mit den Schultern und sagte: „Brasilien.“
„Aber ich weiß gar nichts über Brasilien.“
„Weißt du was? Ich wollte da schon länger mal wieder hin. Wenn du den Roman verkauft bekommst, machen wir einfach zusammen eine Reise.“

Versteht mich nicht falsch, wenn ich danach nicht einen Tag damit verbracht hätte, zuzusehen, wie sich die einzelnen Puzzleteile der Geschichte plötzlich vernünftig in meinem Kopf zusammensetzen, hätte ich trotzdem noch nach einer anderen Lösung gesucht. Aber ich beschwere mich auch nicht, dass alles so gut zusammengepasst hat.

Ich bin deshalb dann mal weg.

2 Gedanken zu „Brasilien

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